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Die Wertfrage © Berger Schinken (2)

Rudolf Berger Der Geschäftsführer von Berger Schinken „möchte die Marke Berger noch stärker machen und beim Konsumenten entsprechend verankern”.

© Berger Schinken (2)

Rudolf Berger Der Geschäftsführer von Berger Schinken „möchte die Marke Berger noch stärker machen und beim Konsumenten entsprechend verankern”.

Rudolf Berger 09.09.2016

Die Wertfrage

Rudolf Berger über die Gründung einer Tierwohl-Initiative, ­Nachhaltigkeit und die aktuellen Trends in der Schinken-Welt.

WIEN. Nachhaltigkeit, Tierwohl und Regionalität sind Handlungsprinzipien, die sich viele Konsumenten heute wünschen, besonders im Bereich Wurst- und Fleischwaren. Das heimische Familienunternehmen ­Berger Schinken versucht diesen Ansprüchen mit der Produkt­palette ‚Regional-Optimal' zu entsprechen. Das Fleisch stammt aus Niederösterreich. „Der Trend zu Produkten aus der Region ist ganz klar gekommen, um zu bleiben”, so Geschäftsführer Rudolf Berger und weiter: „Was liegt näher, als das Gute aus der Region zu forcieren, die Landwirte der Gegend zu unterstützen und den Tieren lange Transportwege zu ersparen.”

Ernährung und Wissen

Dass sich eine wachsende Zahl an Menschen immer mehr mit dem Thema Ernährung auseinandersetzt, macht sich natürlich in der gesamten Branche bemerkbar. Das Achtgeben auf die Herkunft von Fleischerzeugnissen und die Tendenz, künstliche Inhaltsstoffe zu vermeiden, kommentiert der Unternehmenschef wie folgt: „Diesem Trend folgen wir seit Langem mit 100%iger Transparenz innerhalb unserer Produktpalette. Uns ist wichtig, dass Lebensmittel einen Wert an sich darstellen müssen. Höchste Qualität, Herkunft und traditionelle Verarbeitung müssen – gerade bei Fleisch – auch einen fairen Preis haben.”

Auf in Richtung Tierwohl

Berger setzt sich selbst das strategische Ziel, innerhalb von Regional-Optimal ein Vorzeigebetrieb im Bereich Tierwohl und nachhaltiger Fleischproduktion zu werden. Dazu gründete Berger Schinken in Kooperation mit der Universität für Bodenkultur (BOKU) eine Initiative, die sich der Verbesserung des Tierwohls widmet. Rudolf Berger führt aus: „Wir haben eine Verantwortung den Tieren gegenüber und wollen die Nutztierhaltung tiergerechter gestalten. Wir definieren – nach deutschem Vorbild – bewertbare und klare Indikatoren.” Nach den Erfolgen bei der Verkürzung von Tiertransporten durch die klare 50 Kilometer-Regel für Regional-Optimal-Lieferanten setzt Berger damit einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Tierwohl.

„Fit für die Zukunft”

Dass die Österreicher nach wie vor sehr auf Fleisch stehen, hat sich nicht verändert. Merkbar ist nur ein sanfter Rückgang im Konsumverhalten. Fettreduzierte und leichte Produkte gewinnen an Bedeutung, ebenso regionale Produkte. Diesen versucht Berger durch die laufende Weiterentwicklung der kalorienreduzierten Wellness-Schinken-Produktpalette abzudecken. All jenen Konsumenten, die Wert auf Tierwohl legen, entspricht Berger mit der Gründung der Tierwohl-Initiative BETI. Berger: „Wir sind fit für die Zukunft: Die Herkunft all unserer Rohstoffe ist eindeutig nachvollziehbar, wir zeigen gern unsere Produktion her und sind Vorreiter bei beispielsweise garantiert gentechnikfreien Schinkenspezialitäten.” (dp)

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