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Espressomobil goes Franchise © Espressomobil

Mobile CoffeeSeit 2012 erobert das fahrende Kaffeehaus auf drei Rädern Wien. Sieben Tage die Woche werden mehrere Tausend Portionen Coffee-To-Go zubereitet.

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Mobile CoffeeSeit 2012 erobert das fahrende Kaffeehaus auf drei Rädern Wien. Sieben Tage die Woche werden mehrere Tausend Portionen Coffee-To-Go zubereitet.

Redaktion 10.02.2017

Espressomobil goes Franchise

Das Kaffee-Start-up Espressomobil setzt zum Sprung an – in drei Jahren sollen neun Städte erobert werden.

WIEN. Gesehen hat sie wohl schon jeder mal, die schwarzen Piaggio Ape-Dreiräder, deren Ladefläche zu einer Kaffeebar ausgebaut wurde. Die Rollermobile gehören zur Kaffee-Flotte von Espressomobil, einem erst fünfjährigen Wiener Unternehmen, gegründet von Peter und Moriz Fleissinger. Die beiden Jungunternehmer waren damals die ersten, die sich 2012 mit ihrem Coffee-on-the-Road-Konzept auf den Markt wagten – und hatten Erfolg: sie expandieren über die Wiener Stadtgrenze hinaus.

Espressomobil goes Franchise

Reinhold Lindmoser, der nun Geschäftsführer des Unternehmens ist, gibt die Zielsetzung vor: „Wir wollen in den nächsten drei Jahren in neun europäischen Städten das Erfolgsmodell Espressomobil flächendeckend anbieten.” Zunächst soll das Potenzial in Österreich ausgeschöpft werden und die Städte Linz, Innsbruck, Salzburg und Graz mit den ‚Dreirädern' erobert werden. Wenn das gut geht, sind auch Städte im größeren D-A-CH-Raum geplant, wie Zürich, Basel, München, Berlin und Hamburg.

Individualität gewinnt

Aktuell zählt das Start-up-Unternehmen zwölf der eigens umgebauten „Espressomobil-Dreiräder”. Sieben Tage die Woche bereiten die Siebträger-Kaffeemaschinen nach eigenen Angaben mehrere Tausend Portionen „Latte Art Kaffee-Varianten” zu. Auf das Jahr gerechnet sind das rd. 500.000 verkaufte Portionen Kaffee, für die Zubereitung werden 45.000 l frisches Alpenquellwasser und 35.000 l Milch verwendet.

Der Kaffee wird zubereitet aus frischer Tirol Milch, Sojamilch von Joya, frischem Wildalp- Quellwasser von Freshwater, und die Bohnen stammen aus einer kleinen Rösterei – alles nachhaltig – in Österreich zugekauft. Den Kaffee gibt es aber nicht nur mobil ausgeschenkt, sondern auch an einem fixen Standort. An der Straßenbahnhaltestelle Grinzing bezieht Espressomobil die kleinste Kaffeebar Wiens, heißt es – mit nur einem Meter Tiefe und sechs Metern Breite wahrlich keine Übertreibung. Auch die Mariahilfer Straße besitzt mittlerweile zwei Espressomobil-Shops. Für die Expansion hegt Lindmoser ähnliche Pläne. „Um unseren Konsumentenwünschen nachzukommen, wird es auch kleine Espressomobil Coffee Shops geben; diese Shops entstehen an gut frequentierten Lagen mit einer Größe von max. 10 m2.”

Gutes Geschäftsjahr

Ein weiterer Geschäftszweig des Kaffeeanbieters sind Event-Caterings: Vom Designmarkt bis hin zur Formel1 und zum Champions-League-Finale 2016 in Mailand wurden über 2.000 Veranstaltungstage pro Jahr betreut. Nach eigenen Angaben setzte das Unternehmen mit 25 Mitarbeitern 2016 rd. 1,3 Mio. € um. (red)

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