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Gerry Weber leidet Uwe Brandt/Gerry Weber

Firmenchef Ralf Weber

Uwe Brandt/Gerry Weber

Firmenchef Ralf Weber

Redaktion 23.02.2017

Gerry Weber leidet

Auch 2017 wird "nicht einfach"

DÜSSELDORF. Der angeschlagene Damenmodekonzern Gerry Weber rechnet mit unverändert schwierigen Marktbedingungen, eine baldige Genesung ist noch nicht in Sicht. Für das laufende Bilanzjahr 2016/17 kündigte der Firmenchef Ralf Weber stagnierende Gewinne (Ebit)zwischen zehn und 20 Millionen Euro und schrumpfende Umsätze an.
Der Konzernumbau werde nochmals mit sechs (Vorjahr: 31,2) Millionen Euro zu Buche schlagen. "Dieses Jahr wird nicht einfacher, aber wir liegen bei der Neuausrichtung auf Kurs und machen gute Fortschritte", versicherte Weber. Ab dem kommenden Jahr hofft der Sohn des Firmengründers Gerhard Weber wieder auf profitables Wachstum. Geschäftsschließungen, Stellenstreichungen und modernere Kollektionen sollen dabei helfen.
2015/16 hatte Gerry Weber bei einem Umsatz von rund 900 (920) Millionen Euro einen operativen Gewinn von 13,8 (79,3) Millionen Euro verbucht. Netto schrammte der Konzern mit 0,5 (52,2) Millionen Euro knapp an einem Verlust vorbei. Daher soll die Dividende auf 0,25 (0,40) Euro je Aktie gekappt werden.
Weber will zehn Prozent der rund 7.000 Stellen streichen und über 100 von seinerzeit 1270 eigenen Filialen und Verkaufsflächen schließen. Die Modebranche ringt seit längerem mit dem veränderten Kaufverhalten der Kunden, die zunehmend Waren online bestellen.(APA/Reuters)

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