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Greenpeace hat Ostern gecheckt © Greenpeace/Mitja Kobal

OsterkorbBezüglich Kooperation mit dem Osterhasen gibt es für die Lebensmittelhändler keine hinter die Löffel: Acht von zehn Supermärkten agieren astrein – laut Greenpeace-Check.

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OsterkorbBezüglich Kooperation mit dem Osterhasen gibt es für die Lebensmittelhändler keine hinter die Löffel: Acht von zehn Supermärkten agieren astrein – laut Greenpeace-Check.

Redaktion 14.04.2017

Greenpeace hat Ostern gecheckt

Hanna Simons von Greenpeace: Ein guter Osterhase schaut drauf, dass die Schoko im Nest bio und fair ist.

WIEN. Zum bevorstehenden Osterfest hat der Greenpeace-Marktcheck das Angebot der Supermärkte für eine nachhaltige und gesunde Osterjause bewertet. Testsieger mit dem größten Bio-Angebot für gekochte und gefärbte Eier, Frischeier, Schoko-Hasen und Osterschinken wird die Tiroler Supermarktkette MPreis. An zweiter Stelle folgt Interspar.

Insgesamt erhalten acht von zehn Supermarktketten die Note „Gut” und zwei ein „Befriedigend”. Ostereierfarben zum Selberfärben hat Greenpeace erneut unter die Lupe genommen – und warnt vor den Produkten: die meisten enthalten nach wie vor gesundheitlich riskante ­Azofarbstoffe.
Greenpeace-Sprecherin ­Hanna Simons mahnt: „Es ist unverantwortlich, dass die meisten Eierfarben zum Selberfärben weiterhin gesundheitsgefährdende Azofarben enthalten; sie gehören daher nicht in Kinderhände. Beim Eierfärben gelangen die problematischen Stoffe auf die Haut und werden sogar mitverzehrt, wenn die Farbe durch die Schale dringt.”

Hyperaktive Eierfreunde

Azofarbstoffe stehen im Verdacht, bei Kindern Hyperaktivität auszulösen. Bei den Marken Brauns, Heitmann und Fixcolor finden sich die bedenklichen Azofarben in fast allen Farb-Varianten. Lob von Greenpeace gibt es dagegen für Lidl: Der Supermarkt bietet heuer als erster ausschließlich unbedenkliche Eierfarben zum Selberfärben an. Auch alle in den Supermärkten angebotenen gekochten und gefärbten Ostereier beweisen, dass es anders geht: sie kommen ebenfalls ohne bedenkliche Farbstoffe aus.

In der Hälfte der Supermärkte ist es möglich, einen Osterkorb ausschließlich mit Bio-Produkten zu füllen. Bio-Qualität bei gefärbten Eiern und Schoko-Hasen ist immer noch nicht die Regel, aber zumindest ein Produkt ist bei den meisten getesteten Supermärkten zu finden. Bei Oster-Schokolade empfiehlt Greenpeace, zusätzlich auf eine faire Produktion zu schauen. „Ein guter Osterhase achtet drauf, dass die Schokolade im Nest sowohl bio als auch fair hergestellt ist. Fairtrade-Siegel garantieren, dass die Schoko-Hasen für unsere Kinder ohne Ausbeutung von Kindern im Süden produziert wurden”, so Simons. Schoko-Hasen in bester Bio- und Fair-Qualität sind bei Hofer sowie bei allen Supermarktketten von Spar erhältlich. (APA/nov)

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