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Hat das Küken-Töten bald ein Ende? © dpa/Philipp Schulze

Männliche Küken werden nach dem Schlüpfen üblicherweise getötet.

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Männliche Küken werden nach dem Schlüpfen üblicherweise getötet.

19.05.2015

Hat das Küken-Töten bald ein Ende?

Eier Eine Branchenlösung für Bio-Eier ist in Griffweite

Wiener Neudorf. Eine Branchen-lösung für Bio-Eier zwischen den Schlierbacher Geflügelproduzenten, Bio Austria und dem Lebensmitteleinzelhandel ist in Griffweite: Wer in Österreich Bio-Eier auch als solche verkaufen möchte, muss in Zukunft Henne und Hahn aufziehen. Denn diese werden üblicherweise unmittelbar nach dem Schlupf getötet, da sie in der Eierproduktion nicht gebraucht werden. Die österreichische Bio-Eierproduktion könnte damit bald schon richtungsweisend für ganz Europa sein. Auch in zahlreichen universitären Forschungsprojekten zur frühzeitigen Geschlechterbestimmung im Ei wird derzeit nach Lösungen und breit einsetzbaren Alternativen gesucht.

Nahende Branchenlösung

„Dass diese österreichweite Lösung jetzt in Kraft treten soll, ist ein äußerst erfreulicher und wichtiger Schritt für die Entwicklung der Biobranche”, sagt Martina Hörmer, Geschäftsführerin von Ja! Natürlich. Zusammen mit Vier Pfoten startete Ja! Natürlich 2013 das Projekt „Moosdorfer Haushuhn & Gockelhahn” für mehr Tierwohlbewusstsein. Man habe dabei nicht nur viel Zeit investiert, sondern auch hart um strengere Richtlinien in der gesamten Bio-Branche gekämpft. Auch der Mitbewerb ist dem Beispiel von Ja! Natürlich teilweise gefolgt. Das Ergebnis dieser Bemühungen ist die nahende Branchenlösung, die die gesamte Bio-Branche tiefgreifend verändern wird, so Hörmer. (red)

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