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Julius Meinl wächst in 2016 zweistellig © Julius Meinl International/Richard Tanzer

Kaffeegenießer: Meinl Austria-Chefin Renata Petovska, CEO Marcel Löffler.

© Julius Meinl International/Richard Tanzer

Kaffeegenießer: Meinl Austria-Chefin Renata Petovska, CEO Marcel Löffler.

Redaktion 05.05.2017

Julius Meinl wächst in 2016 zweistellig

Der Traditionskaffeeröster aus Wien legt im Erlös 2016 um 10,3 Prozent auf 160 Mio. Euro zu, das EBITDA steigt auf 24,6 Mio. Euro.

WIEN. In 2016 verzeichnet der Wiener Traditionsröster ­Julius Meinl ein Umsatz- und Gewinnwachstum. Dabei ist er in den europäischen Kernmärkten Österreich, Adriatics (Ex-Jugoslawien), CEE und Russland Marktführer in der Gastronomie. In mehr als 40 Ländern zählt Julius Meinl nach eigenen Angaben zu den führenden Premium-­Marken.

Der Julius Meinl-Gesamtumsatz stand im Vorjahr für 160 Mio. €. (2015: 145 Mio. €). Das entspricht einem Wachstum um 10,3 Prozent. Das EBITDA stieg von 22,2 Mio. € 2015 auf 24,6 Mio. € 2016.
Julius Meinl ist mit Tee und Kaffee in mehr als 70 Ländern präsent, davon in 17 Ländern mit Tochtergesellschaften. In 53 Ländern ist der „Botschafter der Wiener Kaffeehauskultur” mit exklusiven Vertriebspartnern vor Ort. Neu hinzu kam im April 2017 eine Tochtergesellschaft in Dubai. Sie soll in den kommenden Jahren als Brückenkopf in den Mittleren Osten fungieren. Somit, so CEO Marcel Löffler, setzt Julius Meinl den „nächsten Schritt auf dem Weg zur Weltmarke.”
Löffler resümiert und interpretiert: „Wir sind heute weltweit tätig, aber in unserer Seele sind wir Mikroröster geblieben und leben die Liebe zum Kaffee, zu den Mischungen und zu den speziellen Röstungen jeden Tag. Wir sind Botschafter der Wiener Kaffeehauskultur, die wir als Quelle inspirierender Momente verstehen. In unserer Marke verbinden sich Kaffee und Poesie.”

Auch im Teesalon daheim

In 2012 entschied sich der Edelröster, auch dem Teekochen eine Chance zu geben – und bietet seitdem der gehobenen Gastronomie nicht nur Premium-Kaffee, sondern ebenso hochwertigen Tee an. Fünf Jahre später hat sich der Absatz verdoppelt. „Tee entwickelt sich zum zweiten Standbein des Hauses”, bestätigt Löffler. Somit belief sich der Erlös im Teegeschäft in 2016 auf 5,8 Mio. €.

Röstfrisch in Österreich

In Österreich ist Julius Meinl seit Jahrzehnten Marktführer in der Gastronomie und konnte im Vorjahr seine Position weiter ausbauen. Der Umsatz lag bei 40,5 Mio. €. Im Lebensmittelhandel gelang mit der Einführung der Nespresso-kompatiblen Kapseln ein Coup, denn das Nespresso-Segment verzeichnet im Handel nach wie vor starke Zuwächse.

Grundsätzlich ortet Meinl die wachsende Bedeutung von hochwertigen und aufwendig gestalteten Produkten. Renata Petovska, Managing Director Julius Meinl Austria: „Der Trend zu größeren Kaffeeexpertise bei Konsumenten kommt uns als Premiumanbieter entgegen.” Ähnliches gilt beim Tee, wo Meinl mit Bio Big Bags und neuen Leaf Bag-Pyramidenbeuteln reüssiert. Zu den Tee-Kunden gehört übrigens auch das Bolschoi-Theater in Moskau. (nov)

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