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King of Online © Unito-Gruppe/Christian Jungwirth

Harald Gutschi, Chef der Unito-Gruppe, hat sich auf neue Kaufgewohnheiten eingestellt und macht 90% des Erlöses online.

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Harald Gutschi, Chef der Unito-Gruppe, hat sich auf neue Kaufgewohnheiten eingestellt und macht 90% des Erlöses online.

Redaktion 30.09.2016

King of Online

Harald Gutschi hat mit durchschnittlich 23,2% Onlinewachstum in den letzten Jahren die digitalen Hausaufgaben gemacht.

WIEN. Die Unito-Gruppe steigert ihre Online-Umsätze in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2016/17 um 4,9 Prozent. Mit einem Gesamtumsatz von 167,5 Mio. € kann die Unternehmensgruppe das Vorjahresniveau übertreffen (+2,1%). In der Umsatzgewichtung wird übrigens das Smartphone dominanter: 35% Nachfrageplus gab es via Handy im Vergleich zum Vorjahr, knapp 36% der Gesamtnachfrage werden via mobile Geräte ­realisiert.

Voll im Online-Trend

Der Handel der Zukunft findet mithin digital statt: Das beweisen die Steigerungsraten der Unito-Gruppe im Internethandel, der sich erneut als Umsatztreiber erweist. „Wir bilanzieren die erste Hälfte des Geschäftsjahres erfreulich, die Dynamik des eCommerce zeigt sich ungebrochen, Österreich ist ein onlineaffines Land. Mit einer Online-Umsatzsteigerung von 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gehen wir als Unternehmensgruppe weiterhin unseren Weg eines profitablen, ertragsorientierten Wachstums”, erläutert Harald Gutschi, Geschäftsführer der Unito-Gruppe. Und verweist ebenso auf eine seit Jahren andauernde positive Konstanz: Innerhalb der letzten neun Jahre erreicht die Gruppe ein durchschnittliches Online-Wachstum von 23,2% jährlich und eine fortlaufende Zunahme des Online-Anteils; dieser liegt nun – beachtlich für einen ehemaligen Katalog-Riesen – bei rund 90%.

Somit folgert Gutschi, dass eCommerce keine Wachstumsgrenze kennt. Die Attraktivität des Online-Kaufs nehme weiter zu, das Kaufverhalten verändert sich im Rahmen der Digitalisierung weiter drastisch. Laut aktueller Erhebung der RegioData Research GmbH mit Blick auf das Mode-Segment kaufen die Österreicher rd. ein Viertel ihrer Bekleidung im Internet; im Jahr 2020 soll dann jedes dritte Bekleidungsstück per Mausklick geordert werden. Gleichzeitig verlieren stationäre Geschäfte seit etwa fünf Jahren jährlich im Schnitt 1,5 Prozent Umsatz. „Die Österreicher sind eine Mischung aus Laptop und Lederhose; in vielen Bereichen ist ihr Verhalten sehr traditionell, im Shopping sind sie aber sehr modern und voll auf den eCommerce-Zug aufgesprungen”, kommentiert Gutschi. (nov)

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