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Markus Liebl gibt Brau-Union-Führung ab © Brau Union

Markus Liebl

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Markus Liebl

Redaktion 18.09.2017

Markus Liebl gibt Brau-Union-Führung ab

Nachfolger ist der Norweger Magne Setnes.

WIEN. Beim heimischen Biermarktführer Brau Union (Heineken) steht der Abschied des Chefs bevor: Markus Liebl (62) tritt zu Jahresende als Konzernchef der Brau Union Österreich ab. Er war seit 2005 Vorstandschef des Braukonzerns mit acht Braustätten im Land. Nachfolger wird mit Jänner 2018 der Norweger Magne Setnes.

Setnes war zuletzt im Heineken-Konzern "Innovationsmanager" und damit für Produktneueinführungen weltweit zuständig. Die österreichische Brau Union kennt er gut, von 2013 bis 2015 hatte er schon einmal dem Management-Team angehört, damals für Produktion und Logistik verantwortlich.

Liebl bleibt nach seinem Rückzug aus dem operativen Geschäft noch Vorstandsvorsitzender der Holding Brau Union AG. Zu der Holding gehören neben dem Bierkonzern Brau Union Österreich (acht Brauereien) auch noch die Exportgesellschaft der Gruppe und die Vereinigten Kärntner Brauereien (zwei Spezialitätenbierbrauereien). In der Holding wird er noch rund zwei Jahre tätig bleiben; sein Nachfolger an der operativen Konzernspitze kenne das Unternehmen sehr gut. "Ich gehe mit einem guten Gefühl", so Liebl.

Im Heineken-Konzern verabschieden sich Führungskräfte üblicherweise mit 60 Jahren in die Pension, Liebl ist länger am Ruder geblieben. "Wenn ich zu Jahresende ausscheide, bin ich 63 und bei der Holding in zwei Jahren dann 65", erläutert der gebürtige Linzer.

Die Brau Union mit bekannten Biermarken wie Gösser, Puntigamer, Zipfer oder Schwechater - beschäftigt rund 2.300 Mitarbeiter und setzt pro Jahr mehr als 700 Mio. € um. Für 2017 erwartet Liebl eine leichte Umsatzsteigerung.

Mit 1. Februar 2018 wird auch der bisherige Lebensmittelhandels-Chef der Brau Union Österreich, Viktor Gillhofer, einen neuen Managementjob antreten. Er wird Vorstandschef von Heineken Serbien. Über seine Nachfolge in Linz soll in den nächsten zwei bis drei Wochen entschieden sein. Bis vor vier Jahren waren auch die Osteuropa-Brauereien des Heineken-Konzerns von Österreich, von Wien aus, gesteuert worden. Die Osteuropa-Zentrale wurde damals in die Konzernzentrale nach Amsterdam verlegt. (APA)

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