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Meinl jagt den Erfolg rund um den Globus © Julius Meinl International/Richard Tanzer
© Julius Meinl International/Richard Tanzer

christian novacek 29.05.2015

Meinl jagt den Erfolg rund um den Globus

Meinl Nr. 1 Renata Petovska, GF Julius Meinl Austria, und Marcel Löffler, CEO der Julius Meinl Industrieholding, bauen auf ein solides Geschäft in Österreich, um international auch in Russland reüssieren zu können.

Wien. Wenn es um Kaffee geht, gibt es hierzulande nur einen Präsidenten – und der absolvierte das Jahr 2014 nach eigenen Angaben als das erfolgreichste seiner Geschichte. Der dazugehörige Hard-fact: Julius Meinl International erzielte einen Erlös von 135 Mio. € (2013: 131 Mio. €).

Der Anteil des Kaffees am Umsatzkuchen belief sich auf stolze 120 Mio. €. Die teilen sich hierzulande auf Gastronomie und Lebensmittelhandel gleichsam auf, international hat die Gastronomie die Nase vorn. Das EBITDA der JMI stieg um 7,5 Prozent von 20 Mio. € 2013 auf 21,5 Mio. € in 2014. Nach Dubai konnte in Russland die Marktführerschaft im Bereich Horeca (Hotel/Restaurant/Café oder auch Hotel/Restaurant/Catering) übernommen werden. Im österreichischen Handel hat Julius Meinl im Kaffeesegment einen Marktanteil von rd. 12 Prozent behauptet – was für die dritte Position stehen dürfte. Marcel Löffler, CEO der Julius Meinl Industrieholding GmbH: „Es gibt heute einen Trend hin zu hochwertigen Kaffeemischungen; das kommt uns sehr zugute.” Hochwertigkeit sei nämlich die gemeinsame Klammer der Julius Meinl-Kaffeeprodukte, die abdecken, was in Sachen Kaffee möglich ist: von der Kapsel zur Bohne, von French Press hin zur Premium Breakfast-Lösung fürs Hotelfrühstück.

Der Kaffee der Kaffeehäuser

In der heimischen Gastronomie erzielte der Julius Meinl Kaffee ein Absatzplus von fünf Prozent. Er positioniert sich dabei als Wiener Kaffeehausmarke schlechthin. Entsprechend erfolgreich war die Vorjahresaktion der „Poetry-Poesie” in all ihren Ausprägungen. Ihretwegen avancierten schreibfähige Kaffeegenießer kurzerhand zum Kaffeehausliteraten. Im Herbst schwappte die Poesie-Welle dann über den Tassenrand – und erfasste den LEH. Im Rahmen einer österreichweiten On-Pack-Promotion wurde jede Packung Kaffee mit einem Original Reclam-Heft mit den Beiträgen der „Poeten des Alltags” ausgeliefert.
Renata Petovska, Geschäftsführerin der Julius Meinl Austria GmbH, führt aus: „Am 21. März dieses Jahres konnten wir einen Höhepunkt dieser Aktion setzen. An diesem internationalen Tag der Poesie haben wir mit unserer Marke in 27 Ländern die Möglichkeit geschaffen, ihren Meinl-Kaffee mit einem Gedicht zu bezahlen.” In Österreich nahmen mehr als 100 Kaffeehäuser und Restaurants teil. Weltweit zählt Meinl 40.000 Kunden im Horeca-Bereich.

Erfolg mit Tee-Tradition

Diese setzen seit 2013 zusehends auch auf den Tee des Traditionshauses. Dieser wird zwar von einem deutschen Teehaus produziert bzw. verpackt – das aber nach strengen Vorgaben der Wiener. Nicht zuletzt dank der Einführung hochwertiger Tee-Spezialitäten gelang von 2013 auf 2014 ein weltweites Umsatzwachstum um 12 Prozent auf rd. 4,5 Mio. € Umsatz. „Die strategische Entscheidung, Tee als zweites Standbein in das Gastronomie-Sortiment aufzunehmen, hat sich jedenfalls als richtig erwiesen”, sagt Petovska und verweist auf ein 30 Sorten umfassendes Sortiment in höchster Qualität – das letztlich auch in Österreich einige Neukunden generierte, darunter das Hauben-Lokal Eisvogel, das Wellenspiel in Krems, zahlreiche Wiener Traditionskaffeehäuser wie das Cafè Hummel, das Café Korb, das Café Bellaria, der Tirolerhof und zahlreiche Hotels in ganz Österreich, wie das Hotel Elisabeth, die Kitzbühler Alpen und das Romantik-Hotel Alpbach. Aktuell sind es mehr als 13.000 Tee-Kunden.

Innovationen im LEH

Neben der aufmerksamkeitsstarken Gastronomie war Julius Meinl im Jahr 2014 auch im Lebensmittelandel innovativ auffällig: Mit dem Launch des neuen Marmeladesortiments stellte das Haus eine über 100-jährige Expertise im Bereich Marmeladen unter Beweis. Julius Meinl ist mit zwei neuen Produktlinien österreichweit im Handel vertreten. Mit „Die Feine” im 500 g-Glas setzt das Unternehmen auf passierte Marmeladen in feinster „Patisserie-Qualität”. „Die Fruchtige” wiederum empfiehlt sich für Liebhaber von Fruchtstücken und überzeugt im schlanken, edlen 250 g-Glas.
Im Kaffee-Segment liegt 2015 der Fokus auf den 2014 lancierten Produktneuheiten. Besonderes Augenmerk liegt somit auf dem Segment „Ganze Bohne”, speziell der Espressi – wo Julius Meinl als Marke noch großes Potenzial ortet. Die Espresso-Sorten Caffè Crema, Espresso Wiener Art und Caffè Crema Classico sind UTZ-zertifiziert.

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