RETAIL
Modekette Zara tritt erneut in Fettnäpfchen
10.04.2015

Modekette Zara tritt erneut in Fettnäpfchen

Produktbezeichnung „Sklavensandalen” – so nannte Zara ein Schuhmodell im deutschen Online-Shop

Das Produkt sorgte im Netz für einen Aufschrei, Zara entschuldigte sich für Panne.

Hamburg. In ihrem deutschen Online-Shop bot die spanische Modekette Zara Schuhe mit der Bezeichnung „Sklavensandalen” an. „Wir möchten betonen, dass unsere Unternehmensgrundsätze keinerlei offensives oder respektloses Verhalten jedweder Person oder Gemeinschaft gegenüber zulassen”, entschuldigt sich das Unternehmen nun bei seinen Kunden.

Die unbeabsichtigte Panne in der Produktbenennung sei umgehend korrigiert worden, erklärte Zara weiter. Wie es zu der Panne gekommen sei, wisse man nicht genau. Wahrscheinlich sei aber ein Übersetzungsfehler, erklärte das Inditex-Flaggschiff. In manchen Ländern ist der Begriff „slave sandals” oder „sandalias esclavas” geläufig. Das Zara-Produkt führte zu einem Aufschrei in Sozialen Netzwerken, daraufhin änderte der Handelskonzern die Bezeichnung.Doch es ist nicht das erste Mal, das Zara mit seinen Angeboten in Fettnäpfchen tritt. So hatte das Unternehmen im vergangenen Jahr gestreifte Kinderkleidung mit einem gelben Stern im Angebot, der viele Kunden eher an einen Juden- als an einen Sheriffstern erinnerte. Vor acht Jahren wurden in Zara-Geschäften Handtaschen verkauft, deren buntes Design auch Hakenkreuze enthielt. In buddhistischen und hinduistischen Kulturen ist das Swastika-Symbol verankert, in Deutschland und Österreich dagegen seit der Nazizeit verboten, weil es ein NS-Symbol ist. (APA)

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