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Neoh sagt ein klares „Nein” zum Zucker © Neoh
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christian novacek 15.12.2017

Neoh sagt ein klares „Nein” zum Zucker

Der Rebell im Naschregal kommt aus Österreich und er verspricht Naschvergnügen ganz ohne schlechtes Gewissen.

••• Von Christian Novacek

Das Unternehmen ­Alpha Republic will den Schokoriegel neu definieren: Neoh soll mit Xylit als Zuckeraustauschstoff auch die heimischen Supermarktregale erobern. Hinzu kommt der Online-Vertrieb über neoh.com – seit Dezember in Kooperation mit Amazon Prime. Der Ideengeber und Erfinder von Neoh, Manuel Zeller, im medianet-Interview darüber, warum Neoh erfolgreich sein wird.


medianet: Produziert Alpha ­Republic GmbH den Riegel selbst oder lässt sie produzieren?
Manuel Zeller: Neoh wird im Traditionsunternehmen Gutschermühle in Niederösterreich produziert. Die Zutaten dafür beziehen wir direkt über die Gutschermühle, sie sind garantiert gentechnikfrei. In der Produktion verzichten wir auf Palmöl und kontrovers diskutierte Süßstoffe wie Aspartam. Für die Produktion haben wir ein eigenes, nachhaltiges Verfahren entwickelt.

medianet: Wie liefen die Testverkäufe mit Neoh als White Label-Produkt? Wie ist die Preisgestaltung?
Zeller: Als White Label-Produkt hat sich Neoh seit Produktionsstart Ende Juli bereits mehr als eine Million Mal verkauft. Diesen Absatz haben wir großteils nicht in Österreich erzielt, sondern in anderen europäischen Ländern, darunter Deutschland, Schweiz, Großbritannien, Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Schweden. Der UVP liegt bei 1,69 Euro pro Riegel.

medianet: Fitnessriegel stehen nicht unbedingt für Kalorienarmut – wie ist das bei Neoh?
Zeller: Neoh ist kein klassischer Fitnessriegel, sondern vereint das Beste aus zwei Welten: Er schmeckt so gut wie ein Schokoriegel, hat aber den Protein­gehalt eines Proteinriegels. Diese neu geschaffene Kategorie nennen wir ‚CrossBar'. Was den Kaloriengehalt betrifft, zählt Neoh zu den kalorienärmsten Schokoriegeln weltweit. Er kommt als 30 Gramm-Riegel, hat 94 Kalorien und nur ein Gramm Zucker.

medianet: Inwieweit ist die Distributionsausweitung im Lebensmittelhandel geplant?
Zeller: Wir befinden uns derzeit in Verhandlungen mit einer der größten Handelsketten in Österreich und haben schon sehr positives Feedback bekommen. Wenn alles nach Plan läuft, werden wir ab Ende Jänner flächendeckend in ganz Österreich im LEH gelistet sein. Unser klares Ziel ist es, in die Kassenregale und die Süßwaren­regale des LEH einzuziehen. Neoh schmeckt zumindest so gut wie klassische Schoko-Snacks – und ist damit definitiv die beste Wahl, wenn es mal ein schneller Snack sein soll.

medianet:
Wo liegt das Umsatzziel des Unternehmens?
Zeller: Ein konkretes Umsatzziel können wir derzeit nicht nennen. Welchen Umsatz wir erwarten können, hängt davon ab, wo Neoh 2018 erhältlich sein wird. Trotz positivem Feedback von einer der größten Handelsketten Österreichs wollen wir den Verhandlungen hier aber nicht vorgreifen. Zum Start gibt es Neoh auf jeden Fall in ausgewählten Nutrition Stores, Sportgeschäften und Fitnessstudios. Anfang Dezember kommt dann der Vertrieb über neoh.com hinzu – hier arbeiten wir mit Amazon Prime zusammen, um unsere Kunden ortsunabhängig bedienen zu können.

medianet: Neoh verwendet den Süßstoff Xylit – warum ist der im Vergleich zu anderen Süßstoffen unbedenklich?
Zeller: In der Produktion von Neoh verwenden wir natürliche Zuckeraustauschstoffe wie Erytrith, Xylit und Maltit, die in der Natur genauso vorkommen. Erytrith beispielsweise ist ein Stoff, der in jeder Beere enthalten ist. Diese Austauschstoffe haben nicht ganz die Süßkraft von Zucker und daher weder die negativen Auswirkungen auf den Zuckerspiegel wie Zucker selbst, noch signalisieren sie dem Körper falsche Süße. Genau das ist nämlich das Problem vieler anderer Süßstoffe wie Aspartam: Bei Aspartam ist die Süßkraft 1.000 Mal höher als bei Zucker. Dadurch erwartet der Körper dann auch die volle Ladung Kalorien und bereitet sich darauf vor. Diese kommt dann aber nicht, was schließlich zu Unterzucker, Insulinfehlproduktion und damit Heißhungerattacken führt.

medianet:
Also ist definitiv der Zucker der Hauptgegner?
Zeller: Es gibt Studien und vor allem Blutzuckerlabortests, die die negative Wirkung von Zucker und im Gegensatz dazu die positiven Effekte von Erytrith, Xylit und Maltit bestätigen. Zudem ist die richtige Mischung der Austauschstoffe absolut essenziell. Wir haben in der Produktentwicklung viele Tests durchgeführt, um eine optimale Verträglichkeit von Neoh zu gewährleisten – und das ist uns auch gelungen.

medianet: Wie definieren Sie die Neoh-Zielgruppe?
Zeller: Unsere Kernzielgruppe sind Menschen, die auf ihre Ernährung achten. Wir bei Neoh stehen dafür, dass Naschen gesund sein kann. Aber man soll auch Spaß beim Naschen haben.

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