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„People make the difference” © Katharina Schiffl (2)

NetworkingÜber 200 Besucher folgten der Einladung des Handelsverbands zum Thema „Smart Commerce – alles, was der Händler braucht” in das Tagungszentrum des Schloss Schönbrunn.

© Katharina Schiffl (2)

NetworkingÜber 200 Besucher folgten der Einladung des Handelsverbands zum Thema „Smart Commerce – alles, was der Händler braucht” in das Tagungszentrum des Schloss Schönbrunn.

Redaktion 28.04.2017

„People make the difference”

Wer wo warum die „Kaufen”-Taste betätigt, wurde beim Handelskolloquium des Handelsverbands erläutert.

WIEN. Beim 27. Handelskolloquium in Schönbrunn stand der „Smart Commerce” im Mittelpunkt. Im Rahmen von Keynotes, Podiumsdiskussionen, Case Studies und Break-out-Sessions wurden alle Themenfelder drumherum reichlich beackert – von Onlinemarktplätzen- und Plattformen über Big Data bis zu Human Resources im digitalen Zeitalter.

Florian Böhme, Head of Amazon Business, zeigte dabei, wie Amazon den B2B-Einkauf und Verkauf vereinfachen will – und welche Vorteile das für österreichische Unternehmen haben kann. Seit vier Monaten gibt es Amazon bereits für Businesskunden und der Online-Gigant scheint das Wachstumstempo aus dem B2C-Markt ins neue Geschäftsfeld übertragen zu können. Böhme spricht von 10.000 Verkäufern und 50.000 Kunden auf der Amazon-Businessplattform, die als „Geschlossene Gesellschaft” ausschließlich Unternehmen zur Verfügung steht. Den Veränderungen im Handel begegnet Böhme mit Konstanz: „Seit dem ersten Tag ist der Kunde bei uns im Fokus. Wir wissen nicht, wie der Handel der Zukunft aussehen wird, aber die Grundprinzipien Preis, Auswahl und Convenience werden auch in zehn Jahren noch Gültigkeit haben.”

Stationär doch besser?

Nahezu den Gegenpol bildete dm-Geschäftsführer Martin Engelmann. Er rät dazu, den Wert der Marke und der stationären Präsenz nicht aus den Augen zu verlieren: „Wir erfüllen Bedürfnisse, die der Kunde erst entdeckt, wenn er zu uns ins Geschäft kommt. Wir schaffen Nähe zum Kunden.” Er warnt davor, den Markenauftritt bei Bespielung beider Ebenen zu beschädigen: „Der Wechsel vom emotionalen, stationären Auftritt zu einem rationalen Online-Auftritt ist schwierig. Der Markenauftritt darf nicht unter einer Präsenz auf beiden Ebenen leiden.”

People First

„Vergessen Sie nicht: People make the difference”, mahnte Stephan Mayer-Heinisch, Präsident des Handelsverbands, bei aller technologischen Optimierung nicht auf die Mitarbeiter zu vergessen. Er unterstrich die Wichtigkeit des Menschen im Unternehmen, der in Zeiten der disruptiven Entwicklungen den Unterschied ausmacht: „Wir brauchen im Handel die besten Köpfe. Denn am Ende entscheiden die Menschen im Betrieb über Erfolg oder Misserfolg.”

Letztlich zeigte sich Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will zufrieden mit der dreitägigen Veranstaltung: „Wir bringen den Handel mit allen wichtigen internationalen Playern zusammen, um die gesamte Branche und damit den Standort voranzubringen. Die hohe Besucherzahl freut uns, und jeder einzelne Teilnehmer war und ist zentraler Bestandteil des neuen Setups mit integrierten Formaten.” (red)

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