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Sojabohnen „made in Austria” © AFP/Daniel Roland

Soja-König Österreich hat sich innerhalb der EU zu einem bedeutenden Soja-Exporteur entwickelt. Bei einem Anteil von lediglich 2% an der EU-Ackerfläche stammen etwa 7% der EU-Ernte aus Österreich.

© AFP/Daniel Roland

Soja-König Österreich hat sich innerhalb der EU zu einem bedeutenden Soja-Exporteur entwickelt. Bei einem Anteil von lediglich 2% an der EU-Ackerfläche stammen etwa 7% der EU-Ernte aus Österreich.

Redaktion 13.10.2017

Sojabohnen „made in Austria”

Soja wächst und gedeiht in Österreich bestens; mit dem Ertrag werden weite Teile Europas mit Eiweiß versorgt.

WIEN. Soja ist aus der heutigen Landwirtschaft nicht mehr wegzudenken. An der nährstoffreichen und eiweißhaltigen Bohne bedienen sich die verschiedensten Wirtschaftszweige: der Lebensmittelhandel, große Agrarhandelshäuser, die Futtermittelindustrie, Ölmühlen und zahlreiche Verarbeiter. Für 2017 rechnet man in Österreich aufgrund der starken Nachfrage mit einer Erweiterung der ­Anbaufläche.

Anbauflächen sollen wachsen

Rechnet man die Anbauflächen von ganz Österreich zusammen, kommt man auf rund 50.000 ha, auf denen rund 150.000 t Soja produziert werden. Nach Schätzungen der Landwirtschaftskammer Oberösterreich, die mit über 12.000 ha nach dem Burgenland (16.600 ha) die zweitgrößte Anbaufläche verwaltet, wird der Anbau bereits im kommenden Jahr auf bis zu 80.000 ha wachsen. Eine größere Soja-Kultur in Österreich bedeutet zudem eine geringere Abhängigkeit von Importen – im Gegenteil: Die Alpenregion hat den EU-Export von Soja fest in der Hand. Fast ein Drittel der in Europa direkt in der Nahrungsmittelproduktion verwendeten Sojabohnen wächst in Österreich, marktführend sind vor allem Sojamilch und Tofu. (red)

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