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Spar Holding AG legt eins drauf © APA/Barbara Gindl

AstreinDer Aufwärtstrend im LEH mit sechs Wachstumsführerschaften in sieben Jahren resultiert in 2.500 Arbeitsplätzen, die 2016 neu geschaffen wurden.

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AstreinDer Aufwärtstrend im LEH mit sechs Wachstumsführerschaften in sieben Jahren resultiert in 2.500 Arbeitsplätzen, die 2016 neu geschaffen wurden.

Redaktion 05.05.2017

Spar Holding AG legt eins drauf

An über 3.000 Standorten erzielte der Salzburger Händler einen Bruttoverkaufsumsatz von 13,80 Mrd. €.

WIEN. Die Spar Holding AG legt ihre Gesamtkonzernbilanz für 2016 vor: Der Konzern-Nettoumsatz in Euro ist um 4,4 Prozent gewachsen. Das EBT kletterte um 40,3% auf 305 Mio. €. Das entspricht 3,2 Prozent vom konsolidierten Konzern-Nettoumsatz. Die Eigenkapitalquote konnte ebenfalls erhöht werden und beträgt nun 36% (2015: 33,1%).

Mehr als 600 Mio. € hat die Spar Holding AG im Vorjahr investiert. Vorwiegend in neue Standorte und in die Modernisierung von Standorten – also bei Spar, Eurospar und Interspar, den Shopping-Centern sowie Produktionsbetrieben wie Tann und Distributionszentren im In- und Ausland.
Hierzulande wurde vor allem in die Übernahme bzw. Umstellung von 28 ehemaligen Zielpunkt-Standorten auf Spar investiert. Für 2017 stehen wieder mehr als 600 Mio. € bereit – für die Modernisierung ebenso wie für die Expansion.
Bezüglich letzterer ist derzeit die Übernahme der 62 Billa-Standorte in Kroatien vorrangig. Sie bringt das Unternehmen mit einem Schlag von sechs auf rund zehn Prozent Marktanteil. Führend in Kroatien ist der heimische Händler Konzum (30% Marktanteil, rd. 1,8 Mrd. € Umsatz), gefolgt von Lidl.

Gestärkte Finanzlage

Die positive Entwicklung der Spar Holding AG führte zu einer Reduktion der Nettoverschuldung: 2016 hat die Spar Holding AG über 620 Mio. € an Steuern, Abgaben und SV-Beiträgen in Österreich geleistet. Damit zählt das Unternehmen zu den größten Steuerzahlern Österreichs.

Nach der Überwindung der schwierigen Rahmenbedingungen in den vergangenen Jahren trug Spar Ungarn im Geschäftsjahr 2016 wieder zur positiven Ergebnisentwicklung des Konzerns bei. Der Umsatzzuwachs belief sich auf 5,2 Prozent (wechselkursbereinigt). Zu Spar Ungarn gehören laut ­RegioData 424 Spar-Filialen und 32 Interspar-Märkte. Gemessen am ­Umsatz, liegt Spar Ungarn hinter dem Marktführer Tesco (Großbritannien) und den inländischen ­Supermarkt-Ketten CO-OP Hungary und CBA an der vierten Stelle.
Per Jänner 2017 hat Spar Ungarn mit Gabriella Heiszler und Zsolt Szalay zudem eine neue Unternehmensführung. Der Spar-Langzeitheld (seit 1966) Erwin Schmuck ist in Pension gegangen – besonders eindrucksvoll war seine Zeit als Geschäftsführer der Spar Steiermark von 1986 bis 2012.

Alle Geschäftsfelder positiv

Alle drei Geschäftsfelder der Spar Holding AG – Lebensmittelhandel, Sportfachhandel und der Bereich Shopping-Center – verzeichneten 2016 eine positive Umsatzentwicklung: An über 3.000 Standorten in Österreich und sieben Nachbarländern erzielte der Konzern einen Bruttoverkaufsumsatz von 13,80 Mrd. € (+4,8%) und beschäftigt über 77.400 Menschen.

In der Sparte Lebensmittelhandel wurde Spar in Österreich zum sechsten Mal innerhalb der letzten sieben Jahre Wachstumsführer. Im Geschäftsjahr 2016 konnten anhand der guten Entwicklung 2.500 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden. Von diesen neuen Arbeitsplätzen entstanden allein 1.360 in Österreich. Somit sind in der Alpenrepublik rund 42.800 Menschen im Spar-Konzern beschäftigt. (nov)

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