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Spar-Kunden ­sparen Zeit © Spar/Johannes Brunnbauer

Peter Schnedlitz, Hans K. Reisch und Alois Huber vor dem Vorzeige-Spar an der WU.

© Spar/Johannes Brunnbauer

Peter Schnedlitz, Hans K. Reisch und Alois Huber vor dem Vorzeige-Spar an der WU.

Redaktion 11.03.2016

Spar-Kunden ­sparen Zeit

Im „Digital Leadership Store” am Campus der Wirtschaftsuniversität wird das Weckerl per App bestellt und in ­Sekundenschnelle am Self-Checkout bargeldlos bezahlt.

••• Von Nataša Nikolic

WIEN. Der kleine Spar am Campus der Wirtschaftsuniversität Wien versorgt täglich Tausende Studenten und Professoren mit frischen Weckerln, Snacks, Getränken und Obst und hat sich inzwischen zum „Digital Leadership Store” des Spar-Konzerns gemausert, wo viele Neuheiten als erstes getestet werden.

„Studenten sind ein kritisches Publikum und es ist nicht einfach, bei ihnen gut anzukommen”, weiß Peter Schnedlitz (Vorstand des ­Instituts für Handel & Marketing der WU Wien). Dass der Spar es aber dennoch geschafft hat, liegt sicherlich nicht (nur) am Mangel an Alternativen – immerhin können Studenten ihre Weckerl auch ein paar Meter weiter beim Anker kaufen. „Zu Vorlesungsschluss waren Warteschlangen an der Frischetheke und im Kassenbereich keine Seltenheit”, sagt Spar-GF für Ostösterreich, Alois Huber.

Jause in Sekundenschnelle

Um die Wartezeiten zu minimieren und die „WU-ler” nicht zu lange aufzuhalten, wurde die Spar-App Snack away entwickelt. Seit einigen Monaten lässt sich damit das Lieblingsweckerl nach eigenen Wünschen konfigurieren und zum ausgewählten Zeitpunkt in der Filiale abholen. Bereits beim Betreten des Stores wird man via iBeacon automatisch an die Abholnummer erinnert. „Ziel ist es, unseren Kunden ein möglichst schnelles und bequemes Einkaufserlebnis zu ermöglichen. Das fertige Jausensackerl steht im Kühlbereich neben den Kassen zur Abholung bereit; wer dann mit den Self-Checkouts bargeldlos bezahlt, sitzt binnen weniger Minuten wieder im Hörsaal”, so Huber. Das System sei derzeit in einer Testphase, hätte aber großes Potenzial für einen Rollout, erklärt Spar-Vorstand Hans K. Reisch.

Bargeld unerwünscht

Die Selbstbedienungskassen hat Spar bereits vor Jahren an 23 Standorten eingeführt, neu am WU Campus ist, dass nur bargeldlos bezahlt werden kann, was den gesamten Bezahlvorgang noch zusätzlich beschleunigt.

Für Reisch beweist Spar mit dem Digital Leadership-Store einmal mehr seine Innovationsführerschaft im österreichischen Lebensmittelhandel. Für den Spar-Vorstand sollen Innovationen den Arbeitsalltag vereinfachen und haben im Idealfall einen Nutzen sowohl für den Kunden als auch für den Mitarbeiter. In der Zusammenarbeit zwischen dem Spar-eigenen Digital Innovation Forum, dem Institut für Handel und Marketing der WU und externen Partnern wie Umdasch Shopfitting sei man bemüht, „für den Handel einzigartige Technologien zu schaffen, die den Anforderungen eines modernen Handelsunternehmens entsprechen”, so Reisch.
Dazu gehören auch elektronische Preisetiketten, die sog. ESL.inclusive, die von einer Batterie mit Strom versorgt werden und u.a. Aktionen und Mengenrabatte für Kunden leichter erkennbar machen.

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