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Supermarkt-Kassa taugt auch als Bankschalter © panthermedia.net/weyo
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Redaktion 20.01.2017

Supermarkt-Kassa taugt auch als Bankschalter

Unternehmen wie Six Payment Austria rüsten die Kassazone immer mehr zum Bankschalter hoch.

Bargeldloses Bezahlen und Geldabheben mit der Bankomatkarte war 2016 beliebt: Die Zahl der von den österreichischen Banken ausgegebenen Bankomatkarten ist um vier Prozent auf 9,5 Mio. gestiegen. Die Zahl der im In- und Ausland abgewickelten Transaktionen legte um 8,9% auf 645 Mio. zu. In Summe wurden damit knapp 40 Mrd. € bewegt, 2015 waren es noch 38,2 Mrd. €.

Für 2017 rechnet die PSA Payment Services Austria, die im Auftrag der österreichischen Banken alle im Umlauf befindlichen Bankomatkarten betreut, mit einem Plus von 8% bei Transaktionen und Umsatz.
Rund 505 Mio. Mal wurde die Bankomatkarte im Vorjahr zum Einkaufen bzw. Bezahlen verwendet; das ist gegenüber 2015 ein Anstieg um 11,3 Prozent. Die Verwendung der NFC-Funktion zum kontaktlosen Bezahlen verdreifachte sich nahezu – und erhöhte sich auf 92 Mio. Transaktionen (2,3 Mrd. €); 2015 waren es erst 34,4 Mio. Transaktionen. Mittels NFC-Funktion können Beträge bis zu 25 € ohne PIN-Eingabe an den Kartenlesegeräten bezahlt werden – was sich im LEH, in Drogeriemärkten, Tankstellen und Apotheken zunehmender Beliebtheit erfreut. Beim Onlineshopping in Österreich regiert übrigens die Kreditkarte: 78,3% der Händler bieten diese Bezahlform an.

Zukunft des Bezahlens

Als wichtigen Zukunftstrend ortet die PSA die fortschreitende Digitalisierung im Handel. Die logische Ergänzung zu „Omnichannel-Shopping” laute deshalb „Omnipayment”: Das ist die Möglichkeit, unterschiedliche Zahlungsmedien auf unterschiedlichen Kanälen (Online, Mobile) und bei unterschiedlichen Akzeptanzmedien (etwa Zahlungsterminals) zu verwenden. Banken und Handel werden näher zusammenarbeiten. Die Erweiterung der „Geldbörse” in Richtung Kundenbindungs­themen schreitet voran.

Vielleicht das prominenteste Beispiel für diese Erweiterung der Supermarktkasse in Richtung Service: Kunden können mittlerweile Bargeld im Supermarkt beziehen. Bei Billa, Merkur und Penny etwa lässt sich in Kombination mit Kunde- und Bankomatkarte (oft ist beides vereint) nicht nur zahlen, sondern auch Bargeld beheben. Ermöglicht wird das durch die „Cash Back”-Funktion bei den Bankomat-Kassen von Six Payment Services.
Wiewohl nämlich der Trend zu Kartenzahlungen wächst, kann man nicht überall mit Plastikgeld bezahlen. Ergo is es praktisch, beim Einkauf unkompliziert Bargeld zu beziehen. In Zeiten der Diskussion um die Bargeldabschaffung, Bankomatgebühren und Schließungen von Bankfilialen kommt die Cash Back-Funktion der Bankomat-Kassen überdies zum richtigen Zeitpunkt. Jedenfalls aber vermeidet die Auszahlung im Supermarkt Gebühren, die bei Auszahlungen durch fremde Banken anfallen könnten.
Thomas Grabner, Geschäftsführer Six Payment Services in Österreich: „Wir setzen als erster und führender Anbieter für kartengestützte Zahlungen auch auf Bargeld. Uns ist es wichtig, die Kundenwünsche in den Vordergrund zu stellen. Der Kunde wünscht ganz klar auch Bargeld. Konsumenten sollen die Wahlfreiheit haben, wie sie zahlen möchten. Zudem ist Cash aus dem täglichen Leben nicht wegzudenken. In diesen Fällen kann der Konsument zum Bargeld greifen, das er zuvor an der Bankomatkasse behoben hat.” (nov)

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