RETAIL
Trübe Stimmung © dpa/A3295 Uwe Zucchi

97% der Deutschen kaufen regelmäßig Milchprodukte; in Österreich ist der Käse mit 39,7% der Haushaltsausgaben top.

© dpa/A3295 Uwe Zucchi

97% der Deutschen kaufen regelmäßig Milchprodukte; in Österreich ist der Käse mit 39,7% der Haushaltsausgaben top.

Redaktion 12.05.2017

Trübe Stimmung

Eine Umfrage in Deutschland zeigt: Die Verbraucher glauben nicht an die politische Lösung der Milchkrise.

KREFELD/HANNOVER. Die Mehrheit der deutschen Verbraucher (55%) glaubt nicht, dass sich „die deutsche Milchwirtschaft stark für das Wohlergehen der Kühe einsetzt und es den Kühen in modernen Milchviehbetrieben gut geht”. 43% sind davon überzeugt. Zudem sank das Vertrauen in die Berichterstattung über die Milchkrise gegenüber 2015 um 6%. Das sollte der beteiligten Landwirtschaft zu denken geben: Immerhin legen drei Viertel der befragten Verbraucher Wert auf Milch und Milchprodukte aus gentechnikfreier Herstellung (77%) und auf zertifizierte, tiergerechte Haltung (73%).

Dies sind zentrale Ergebnisse einer Befragung mit 1.000 Teilnehmern, welche die Plattform „Milch-Dialog” in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Forsa durchführen ließ.

Gestiegene Skepsis

Nicht nur hierzulande, auch in Deutschland ist die schwierige Situation am Milchmarkt ein Thema. Die Plattform „Milch Dia­log” versucht, die kontroverse Debatte auf einer Website aufzubereiten und der gestiegenen Skepsis (+8%) entgegenzuwirken und veröffentlicht dazu Informationen und Hintergründe rund um die deutsche Milchwirtschaft. Die Initiative ist ein Gemeinschaftsprojekt der Milchwirtschaft in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

Kristine Kindler, Geschäftsführerin der Landesvereinigung Niedersachsen, ist überzeugt: Sie biete vom täglich aktualisierten Nachrichtenüberblick bis zu Pro-und-Contra-Debatten alles, was relevant sei. Nicht nur Landwirte, Molkereien und den Handel will man mit der Initiative „Milch-Dialog” angesprechen, sondern eben auch die Verbraucher. (ow)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL

Ihr Kommentar zum Thema