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Unimarkt-Greißler © Pfeiffer

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Eigentümer Georg Pfeiffer mit einer „moderaten Umsatzsteigerung”.

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Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Eigentümer Georg Pfeiffer mit einer „moderaten Umsatzsteigerung”.

Redaktion 28.04.2017

Unimarkt-Greißler

Vom Franchise verspricht sich Unimarkt mehr Gewinn: 50 Filialen werden an Franchise-Nehmer übergeben.

WIEN/TRAUN. Es war ein hartes Jahr für die Unimarkt Gruppe, aber dann übertrafen die Zahlen sogar die eigenen Erwartungen. Der Eigentümer der Unimarkt-Gruppe, Georg Pfeiffer, zu der Unimarkt und der Pfeiffer Großhandel Nah&Frisch gehören, ist zuversichtlich: „Wir können es eigenständig schaffen.” Im ersten vollen Geschäftsjahr nach der Zielpunkt-Pleite ist der konsolidierte Umsatz von 380 auf 389 Mio. € gestiegen, die Unimarkt-Gruppe steht stabil und solide da.

Unimarkt holt auf

„Wir haben Kraft für Investitionen und sind vorsichtig optimistisch, dass wir auch heuer wieder zulegen können”, so Pfeiffer.

Das finanziell angeschlagene Unternehmen hatte sich seit Herbst vergangenen Jahres daran gemacht, sich neu zu strukturieren und hat an einer neuen Strategie getüftelt.
Diese setzt laut Geschäftsführer Andreas Haider auf Regionalität und Lokalität sowie auf die Unterstützung und somit Stärkung der Kaufleute im Ort. Dazu will man auf Franchise setzen: Von den aktuell 81 Eigenmärkten sollen mittelfristig, in den kommenden drei Jahren, etwa 50 „privatisiert” werden. Das Wachstum soll so künftig aus einer vermehrten Zahl von Franchise-Nehmern kommen; diese könnten mit der regionalen Ausrichtung im Sortiment die Standorte erfolgreicher betreiben, als dies im Filialbetrieb möglich sei, so Haider. Was früher der Greißler im Ort geleistet hat, übernehmen heute die Franchise-Partner.

Pfeiffersche DNA

Heuer ist der „Transfer” von zehn Filialen geplant, acht davon sind schon fix. Zuletzt sollen nur noch etwa 30 Eigenstandorte übrig bleiben. Diese seien notwendig, um Veränderungen testen zu können, bevor sie an die Partner ausgerollt werden. Eine Expansion bei der Zahl der Standorte ist nicht angedacht. Insgesamt zählt die Unimarkt Gruppe 131 Geschäfte, 81 davon sind eigene Filialen.

Für Eigentümer Georg Pfeiffer bedeutet die Franchise-Offensive eine Rückkehr zu den Wurzeln des Familienunternehmens und ist in der „Pfeifferschen DNA verankert”. In Zeiten der Dominanz von großen Supermarktketten zeige sich, dass ein regionaler Anbieter, wie Unimarkt es sei, bestehen kann. (APA/red)

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