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Versteckte Käfigeier in Fertigprodukten APA Helmut Fohringer
APA Helmut Fohringer

Redaktion 16.02.2017

Versteckte Käfigeier in Fertigprodukten

Aber: Eigenmarken der Supermärkte sind einwandfrei.

WIEN. Der Greenpeace-Marktcheck hat im Februar im Supermarkt erhältliche Lebensmittel mit Ei unter die Lupe genommen. Bei den zehn ausgewählten eihaltigen Produkten - darunter Nudeln, Kekse, Krapfen und Mayonnaise - zeigt sich, dass Käfigeier in Fertigprodukten weiterhin nicht ausgeschlossen werden können. Hier fehlt es meist an der Kennzeichnung. Dafür punkten die Supermärkte jedoch mit ihren Eigenmarken, wo die verwendeten Eier bis auf eine Ausnahme aus Freiland- und Bodenhaltung stammen. Interspar wird Testsieger vor Merkur, beide erhalten ein „Gut“.

Die Herkunft von frischen Schaleneiern ist in Österreich eindeutig: Sie sind aus Freiland- sowie Bodenhaltung und werden gentechnikfrei erzeugt. Im Gegensatz dazu bleibt bei in Lebensmittelprodukten verarbeiteten Eiern vieles im Dunkeln, da die Herkunfts-Kennzeichnung nicht verpflichtend ist. Greenpeace-Sprecherin Hanna Simons: „Oft kann man nur raten, aus welcher Art der Hühnerhaltung die Zutat Ei stammt. Bei bekannten Marken wie ꞌMaggiꞌ und ꞌKnorrꞌ erfahren wir nicht, ob die Hühner ihr Leben hinter Gitter verbracht haben. Es ist zudem auch nicht klar, ob sie gentechnisch verändertes Futter bekommen haben.“ Ausschließen können Konsumenten den Einsatz von Käfigeiern in Fertigprodukten nur bei entsprechend gekennzeichneten Produkten. Ausdrückliches Lob gibt es von Greenpeace für alle Eigenmarken der Supermärkte (mit Ausnahme von „Jeden Tag“): Für ihre Eigenmarken wie „S-Budget“, „clever“ und „Lomee“ haben die Supermärkte klare Richtlinien, die den Einsatz von Käfigeiern verbieten; leider fehlt diese Information teilweise auf den Verpackungen.

„Aus Konsumentensicht ist die derzeitige Situation wenig zufriedenstellend; Greenpeace fordert daher eine Verbesserung der Kennzeichnung für alle Lebensmittel mit Ei. Dann wäre auch Schluss mit den billigen Käfigeiern in Fertigprodukten“, sagt Simons. Ganz sicher können sich Konsumenten bei Bio sein: Die Herstellung ist umweltfreundlicher, als bei herkömmlich produzierten Produkten, es ist garantiert kein gentechnisch verändertes Futter zum Einsatz gekommen, und die Tierhaltung erfüllt deutlich höhere Ansprüche. (red)

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