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Wedl strukturiert um und legt zu © Handelshaus Wedl

FührungstrioKR Leopold Wedl mit den zwei neuen Prokuristen Lorenz Wedl (l.) und ­Tobias Waid­hofer (r.).

© Handelshaus Wedl

FührungstrioKR Leopold Wedl mit den zwei neuen Prokuristen Lorenz Wedl (l.) und ­Tobias Waid­hofer (r.).

christian novacek 03.02.2017

Wedl strukturiert um und legt zu

Das Tiroler Handelshaus schafft 2016 ein Plus von vier Prozent in der Gastronomie-Zustellung.

••• Von Christian Novacek

MILS BEI HALL. Das Handelshaus Wedl, in der Selbstdarstellung „das einzige österreichweit distribuierende, rot-weiß-rote Familienunternehmen”, blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurück: Im Kerngeschäft Gastro-Zustellung wurde ein Umsatzplus von knapp vier Prozent erwirtschaftet. Die Umsätze samt Tochterunternehmen im Bereich Großhandel (In- und Ausland) beliefen sich auf 412,2 Mio. € (+2,21%).

Änderungen der Beteiligungsstrukturen wirkten sich auf den Gesamtumsatz aus: Dieser erreichte sodann mit 535,9 Mio. € ein Plus von 0,72 Prozent im Vorjahresvergleich. Geschäftsführer Leopold Wedl: „Mit den Umsatzentwicklungen im Jahr 2016 sind wir grundsätzlich zufrieden. Nichtsdestotrotz möchten wir uns kontinuierlich weiterentwickeln und unser Angebot dementsprechend erweitern.”

Überkompensiert

Aufgrund der Wetterkapriolen gab es im vergangenen Jahr Umsatzverschiebungen. Winter und Sommer haben verspätet eingesetzt, dafür haben aber der späte Schnee sowie heiße Sommer­tage im Frühling und Herbst die Tourismus-Saison verlängert. „Dadurch konnten die Umsatzeinbußen nicht nur kompensiert, sondern der Umsatz sogar weiter ausgebaut werden”, konstatiert Wedl.

Bereits 2015 hat das Handelshaus begonnen, sich auf rele­vante Geschäftsfelder zu konzentrieren. Ergo sank der Umsatz aus Beteiligungen von 128,8 Mio. auf 123,7 Mio. €. Zudem verzichtete das Handelshaus Wedl aus Rentabilitätsgründen auf die Belieferung diverser Großkunden. „Die Umsatzentwicklung bestätigt unseren strategischen, zukunftsorientierten Weg”, sagt Wedl dazu.
Im Kaffeebereich entwickeln sich besonders die Exportmärkte gut; in 70 Länder wird bereits exportiert. Zur seit 1999 bestehenden Franchisekette Testa Rossa caffèbar gehören heute Betriebe in Asien, Europa und Afrika. Sie soll auch weiterhin das Wedl-Kaffeegeschäft antreiben: Gerade erst im Jänner wurde die erste Testa Rossa caffèbar Enzo in Kufstein eröffnet. „Der Name Testa Rossa caffèbar ‚Enzo' steht für ein junges und dynamisches Wohlfühlerlebnis”, erklärt Wedl unter Verweis auf den Bezeichnungsursprung: Sein jüngster Sohn heißt Lorenz. Im Produktbereich wird 2017 unter der Dachmarke Testa Rossa caffè 2017 ein hochwertiger Bio-Kaffee gelaunched.

Neue Geschäftsführung

Die Geschäftsleitung durch Leopold Wedl und das bestehende Führungsteam wurde im Jänner 2016 durch zwei weitere Prokuristen ergänzt: Lorenz Wedl und Tobias Waidhofer. „Das Handelshaus Wedl ist der einzige rein österreichische Familienbetrieb in der Branche, der verstärkt regionale Produkte in Österreich anbietet”, meint Wedl. Und weiter: „Die starke Verwurzelung in Österreich spricht für unsere rot-weiß-rote Tradition. Wedl ist in der österreichischen Topgastronomie bestens positioniert und kann, im Unterschied zu ‚Global Playern’, auf Augenhöhe kommunizieren.” Neben Österreich ist das Handelshaus Wedl durch seine internationale Tätigkeit besonders in Norditalien in renommierten Betrieben stark verankert.

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