Wenn es zu gut ist, um wahr zu sein
RETAIL Nataša nikolić 08.04.2016

Wenn es zu gut ist, um wahr zu sein

... lohnt sich meist nicht einmal die Rücksendung.

Am Tellerrand••• Von Natasa Nikolic

SCHROTT. Auf der Facebook-Seite „Knock Off Nightmares” machen frustrierte Online-Shopper ihrem Ärger Luft und teilen ihn mit Leidensgenossen. Auf der Seite gibt es unzählige, zum Teil sehr witzige Bilder von Bestell-Fauxpas zu sehen. Werbe-Fotos von wunderschönen Kleidern an schlanken Models sind der bitteren Realität gegenübergestellt, die in fast allen Kategorien voneinander abweichen.

Zu sehen gibt es jede Menge bunter, übergroßer Fetzen, die nur mit ganz viel Fantasie den Produkten auf den Fotos ähneln. Große Abweichungen gibt es bei Farbe, Passform, Länge und Material. Viele der Kleidungsstücke wurden zu Schnäppchenpreisen über Apps oder Onlineshops wie eBay oder Amazon bestellt. Die Händler sitzen meist am anderen Ende der Welt, sodass sich eine Rücksendung des unliebsamen Stücks nicht lohnt, da die Portokosten den Warenwert übersteigen.

Billig ist nicht immer billig

Beim Durchlesen der Kommentare fällt auf, dass nicht alle Stücke auch preislich Billigteile und manche Kleider für 200 Euro und mehr darunter sind.

Auch ich hätte einen Beitrag für Knock Off Nightmares, wenn ich das Beweismaterial nicht bereits vernichtet hätte. Bestellt: Zwei kleine, dezente Metallflügelchen zum Aufkleben aufs Auto, die nicht größer als 4 bis 5 cm zu sein schienen. Bekommen: Zwei halb verrostete, mindestens 12 bis 15 cm große „Flügel”, die optisch absolut nichts mit dem abgebildeten Produkt gemeinsam hatten. Dass das Ganze ein schlechter Witz ist, wusste auch der Händler und so bekam ich mein Geld zurück und durfte die „Flügel” entsorgen ...
Das Fazit: im Zweifel nicht bestellen, denn was zu gut oder zu billig ist, um wahr zu sein, ist es meistens auch.

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