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Wiens Weißer Riese-Werk © Henkel CEE

Henkel-Manager Georg Grassl geht von steigenden Umsätzen im Heimmarkt aus.

© Henkel CEE

Henkel-Manager Georg Grassl geht von steigenden Umsätzen im Heimmarkt aus.

Ornella Luna Wächter 02.06.2015

Wiens Weißer Riese-Werk

Waschmittel Das größte Flüssigwaschmittelwerk des deutschen Konzerns Henkel steht in der Wiener Erdbergstraße

Eine Studie des IWI soll die volkswirtschaftlichen Effekte von Henkel CEE in Österreich hervorheben.

Wien. Der Düsseldorfer Waschmittelriese Henkel eröffnete vergangenen Freitag seine zehnte Produktionslinie in Wien Landstraße. „Die Inbetriebnahme der neuen Linie ist ein Zeichen dafür, dass wir unser Investment am Standort Wien konsequent fortsetzen. Das gelingt uns sehr erfolgreich, in enger Zusammenarbeit mit über 300 lokalen Lieferanten und durch das Know-how sowie die Expertise unsere Mitarbeiter”, so Günter Thumser (Präsident Henkel CEE).

Laut eigener Angaben investiert die Firma rund 10 Mio. € jährlich in den Hightech-Ausbau seines größten Flüssigwaschmittel-Werks.

Henkels externe Effekte

Mit der Inbetriebnahme des neuen Standorts produziert Henkel neben Weichspülern (Dixan), Universalwaschmitteln (Persil, Weißer Riese), Geschirrspülmittel (Pril) nun auch das Waschmittel „E”, eine polnische Marke, die 2014 akquiriert wurde. 2014 erzeugte der Konzern in Wien rund 235.000 t Flüssigwaschmittel, und somit ist die Produktionsstätte in Wien die weltweit größte im Henkel-Unternehmensverbund. Der größte Teil der Erzeugnisse wandert jedoch ins Ausland ab, weil ca. 80% für den Export in 20 Länder bestimmt sind.
Pünktlich zur Einweihung der Produktionslinie veröffentlichte Henkel eine Studie, die vom Industriewissenschaftlichen Institut (IWI) durchgeführt wurde. Damit unterstreicht der Konzern den volkswirtschaftlichen Nutzen der Firma Henkel CEE in Österreich. Den Ergebnissen zufolge hat das Werk Wien aufgrund der vielen Arbeitsplätze eine „große Bedeutung” für Österreich. Durch seine weitläufigen Wertschöpfungsnetzwerke setzt Henkel laut IWI auch über das eigene Unternehmen hinaus „wirtschaftliche Impulse”. Bei Dienstleistern und Lieferanten, in der Produktion, und in der Beschäftigung: ca. 880 Arbeitsplätze stellt das Werk in Wien sicher, und wenn man Lieferanten und Partner dazurechnet, kommt man auf 2.225 Jobs. Auch die externen Produktionseffekte von Henkel wurden aufgeschlüsselt. Jeder Euro, den der Konzern in Wien investiert, löst den Berechnungen zufolge den doppelten Produktionswert (2,04 €) in Österreich aus.
Eine Shopper-Studie lieferte ebenfalls Erkenntnisse über die Waschmittelwünsche und Kaufgewohnheiten seiner Kunden. Österreichischen Konsumenten sei die Herkunft der Produkte besonders wichtig, so Georg Grassl, General Manager Laundry & Home Care Österreich von Henkel CEE. „Wir wollen diesem Kundenwunsch gerecht werden”, erklärt Grassl, „rund die Hälfte des Sortiments stammt aus der Wiener Produktion”. Mit der PoS-Aktion und Innovationen wie den Persil-Power-Caps will Henkel in der Kategorie Wasch- und Reinigungsmittel ein Gesamtmarktwachstum von 7% erreichen.

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