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Zalando investiert 200 Mio. Euro © Steffen Jänicke

ExpansivZalando-Mastermind Rubin Ritter hält am Expansionsgalopp fest und will für 2017 profitables Wachstum generieren.

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ExpansivZalando-Mastermind Rubin Ritter hält am Expansionsgalopp fest und will für 2017 profitables Wachstum generieren.

Redaktion 12.05.2017

Zalando investiert 200 Mio. Euro

Der Online-Riese setzt weiter auf rasches Wachstum und will um zehn Prozent mehr investieren als 2016.

BERLIN. Der Onlinehändler ­Zalando befindet sich nach wie vor auf einem zackigen Expansionskurs: Der Umsatz kletterte von Jänner bis März 2017 um 23,1% auf 980,2 Mio. €. Für das Gesamtjahr peilt das Unternehmen eine Steigerung zwischen 20 und 25% an. „Zalando gewinnt Marktanteile”, sagte entsprechend Analyst Christian Salis von der Privatbank Hauck & Aufhäuser.

Der Wermutstropfen: Hohe Investitionen lassen den Gewinn von Europas größtem Online-Modehändler Zalando trotz der wachsenden Umsätze stagnieren. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag im ersten Quartal mit 20,3 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Die Gewinnmarge blieb mit 2,1 Prozent unter der vor einem Jahr von 2,5 Prozent. Für das Gesamtjahr bestätigte Zalando allerdings das Ziel, hier auf einen Wert zwischen fünf und sechs Prozent kommen zu wollen. „Unsere Top-Priorität ist ein profitables Wachstum”, bestätigte Zalando Co-Vorstandschef Rubin Ritter den Kurs.

200 Mio. Euro Investkapital

Zalando investiert weiter stark in seine Infrastruktur sowie in das Kunden- und Markenangebot; das belaste derzeit den Gewinn. Das Unternehmen will in diesem Jahr rund 200 Mio. € investieren – das sind um rund zehn Prozent mehr als 2016.

Das Geld fließt z.B. in das Logistiknetzwerk: Bis Jahresende soll ein Verteilzentrum in Schweden eröffnet werden, mit dem die durchschnittliche Lieferzeit in der Region auf ein bis zwei Tage gedrückt werden soll. Weiters steckt Zalando viel Geld ins Marketing. So wurde mit dem US-Schauspieler James Franco als Aushängeschild gezielt die männliche Kundschaft angesprochen. „Bei Männern sehen wir großes Potenzial”, meint Ritter. Schließlich würden derzeit überwiegend Frauen bei ­Zalando bestellen.
Ende März zählte das Unternehmen mehr als 20 Mio. aktive Kunden. Die hätten auch häufiger bestellt, wohl wegen der zunehmenden Nutzung von Smartphones und anderer mobiler Geräte. (APA/nov)

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