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DIY-Schokolade © ChocQlate (2)

Start-up Julia Brodbeck ist Geschäftsführerin des Start-Up ChocQlate.

© ChocQlate (2)

Start-up Julia Brodbeck ist Geschäftsführerin des Start-Up ChocQlate.

Marcus Schuller 18.03.2016

DIY-Schokolade

Werbeartikel im Direktmarketing können die Bekanntheit erhöhen und ein Image transportieren.

••• Von Marcus Schuller

MÜNCHEN. Seit vielen Jahren gibt es zahlreiche Untersuchungen über die Auswirkungen von klassischer Werbung in Verbindung mit der Wahrnehmung von potenziellen Kunden. Weit weniger Beachtung bekommen Below-the-Line-Aktivitäten, wie etwa der Einsatz von Werbe­artikeln. Doch gerade diese werden von vielen Unternehmen eingesetzt, um neue Kunden zu werben oder Bestandskunden zu belohnen.

Schenke Emotionen

Das Münchner Start-up ChocQlate setzt seit Ende 2013 auf emotionale Erlebnisse zum Verschenken: Schokolade zum Selbermachen.

Mit dem DIY-Set können sich Kunden aus fünf pflanzlichen Zutaten ihre eigene und frische Schokolade selber machen. „Innerhalb von 20 Minuten entstehen aus ungerösteten Kakaobohnen, Kakaopulver, Kakaobutter, Bourbon Vanille und Agavensirup originelle und individuelle Schokokreationen”, erklärt Julia Brodbeck, Geschäftsführerin von ChocQlate.
„Durch das schöne Erlebnis des Selbermachens entsteht ein emotionales Hochgefühl, das man mit der Marke des Absenders verbindet. Das hat für die Kundenbindung einen nachhaltigen Effekt”, sagt Brodbeck.

Image und Markenpräferenz

Das Institute for Marketing & Consumer Research der WU Wien führte von Oktober 2014 bis März 2015 eine Untersuchung zu den Effekten von ­Werbemitteln durch.

Laut dieser Studie könnten neben den Erinnerungswerten auch spontane Kaufentscheidungen mit Werbemitteln hervorgerufen werden – vorausgesetzt, es handelt sich um eine bereits etablierte Marke.
Im Falle einer hohen Bekanntheit könne der Einsatz von Werbemitteln diese sogar noch steigern. Bei weniger verbreiteten Marken könne sowohl das Image, als auch die Markenpräferenz erhöht werden.
Wenig überraschend, dass der Großteil der untersuchten Effekte im Unterbewusstsein abläuft.

Nachhaltiger Imagetransfer

Das weiß auch Brodbeck: „Unsere Schokoladen sind nicht nur optisch ansprechend, sondern auch ein nachhaltiges und ‚grünes' Produkt. Das spielt natürlich auch beim unterbewussten Imagetransfer eine Rolle.”

Doch Werbemittel müssen nicht zwingend zur Kundenbindung eingesetzt werden – auch Mitarbeiter können sich damit mit dem Unternehmen besser identifizieren. „Besonders wirksam sind Geschenke, die in der Freizeit mit der Familie oder mit Freunden zum Einsatz kommen.
Ich habe schon oft das Feedback bekommen, dass das gemeinsame Herstellen der Schokolade viel zu kurz war”, erinnert sich Brodbeck.
Laut ihr ist das ein klares Indiz für einen hohen Emotionalisierungsgrad.

Strategiewechsel

Zu Beginn lag der Marketingfokus des Münchner Start-ups auf dem Schokoladeerlebnis bei Workshops und Events.

Erst als einige Kunden die Zutaten für die Herstellung mit nach Hause nehmen wollten, war die Geschenk-Idee ­geboren. „Dadurch entstand dann ein Strategiewechsel auf die ­Produkte selbst”, sagt ­Brodbeck.
In naher Zukunft will das deutsche Unternehmen auch fertige Produkte sowie Workshops mit Partnern in Österreich anbieten.
Weitere Informationen zu ChocQlate finden sich auf der Website: www.chocqlate.com

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