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Inside „Generation Y” © z.V.g.

NebenjobsZwei Drittel aller Studenten in Österreich haben einen Nebenjob. Nina hat sogar gleich zwei: Sie ist Kellnerin in einem Restaurant und daneben als Mitarbeiterin eines Security-Unternehmens in Graz tätig.

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NebenjobsZwei Drittel aller Studenten in Österreich haben einen Nebenjob. Nina hat sogar gleich zwei: Sie ist Kellnerin in einem Restaurant und daneben als Mitarbeiterin eines Security-Unternehmens in Graz tätig.

Andre Exner 08.09.2017

Inside „Generation Y”

Langfristige Anlagen und Sparen für später sind für Gen Y noch ein Randthema, aber der Beratungsbedarf ist hoch.

••• Von Andre Exner

WIEN. Oft wird sie auch „Generation Kopf runter” genannt – junge Menschen von heute sind mit ihrem Smartphone verbunden und können sich ein Leben ohne Internet nicht mehr vorstellen.

Doch bei Geldangelegenheiten zählt nach wie vor der persönliche Kontakt, wie ein Gespräch mit einer Angehörigen dieser Generation zeigt.

„Das Höchste an Technik, was mein Vermögen betrifft, ist mein Netbanking-Account”, sagt Nina Holzmeister zu ­medianet. Obwohl überraschend, ist die Antwort der 1995 geborenen Grazerin, die in Wien studiert, gar nicht untypisch: Wie eine Studie von Swiss Life Select belegt, ist persönliche Beratung in Finanzangelegenheiten auch für junge Menschen ein absolutes Muss.

Sparbuch und Aktien

Laut dieser Studie ist das liebste Buch der Österreicher das Sparbuch. Das ist auch für die „Digital Natives” nicht anders. „Ich habe ein Sparbuch, auf das ich eingezahlt habe, bis ich in etwa 16 Jahre alt war”, erzählt Nina; „der Weltspartag war immer ein Highlight. Das Geld auf meinem Sparbuch ist für Notfälle (wie z.B. Schäden an Autos, etc.), die Kaution meiner Wohnung und in weiterer Folge für eine längere Reise, die ich gern nach meinem Studium machen würde. Seitdem die Zinsen praktisch gleich Null sind, zahle ich aber kein Geld mehr darauf ein, sondern gebe es lieber für Abenteuer aus.”

Diversifikation ist Alles

Laut der Swiss Life Select-­Studie diversifizieren junge Menschen indes nur selten. „Aktien habe ich keine, weil ich mich zu schlecht auskenne”, gibt auch Nina auf Anfrage zu. „Ich hätte aber Interesse daran, in Zukunft Aktien zu kaufen und zu beobachten, in welche Richtung sich diese ent­wickeln.”

Eigene Wohnung als Traum

Junge Menschen denken naturgemäß noch nicht tagtäglich an die Pension. Dennoch gehört die „Generation Y” zur ersten ­Generation, die weiß, dass die staatliche Pension wohl kaum mehr zum Leben ausreichen wird.

Das sieht auch Nina so: „Ich glaube nicht, dass die ­Pensionen in Zukunft noch sicher sein werden”, meint die Grazerin, „allein schon, weil es immer mehr Ältere und immer weniger junge Menschen in ­Österreich gibt.” Dennoch kommt das Thema Vorsorge für sie erst später. Zuerst ist ­Arbeiten, Karriere, Familiengründung usw. angesagt. Und zwar nicht notwendigerweise in dieser Reihenfolge; Studien sehen Gen Y als Jobhopper, auch Fernbeziehungen, „wilde Ehen” und Patchwork-Familien sind für diese Altersgruppe eher die Regel als die Aus­nahme.

Ziel Eigentumswohnung

„Derzeit denke ich noch nicht über ein Jahr hinaus, da ich noch nicht weiß, wie sich mein weiterer Lebensweg gestalten wird”, resümiert auch Nina. „Mein größtes Ziel, was die ­finanzielle Absicherung betrifft, ist eine Eigentumswohnung. Allerdings weiß ich noch nicht, wie ich die finanziellen Mittel hierfür aufbringen soll.” Die richtige Finanzplanung kann auch diesen Traum erfüllen.

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