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Klein gegen groß © Zmajkovicova

Für Peter Mayrhofer, CEO der twyn group AG, ist das Geschäft mit den (Kunden-)Daten die Zukunft der Werbebranche.

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Für Peter Mayrhofer, CEO der twyn group AG, ist das Geschäft mit den (Kunden-)Daten die Zukunft der Werbebranche.

Josefin Weindorf 18.03.2016

Klein gegen groß

Wie können heimische Unternehmen heute noch mit den großen Playern wie Google und Facebook mithalten?

••• Von Josefin Weindorf

WIEN. Wie kann man als heimischer Spezialist im Targeting- und Performancemarketing mit den ganz Großen wie Google oder Facebook mithalten und ihnen sogar eine Nasenlänge voraus sein? medianet hat bei Peter Mayrhofer, CEO der twyn group AG, nachgefragt.

Über 15 Jahre Erfahrung

„Agieren und reagieren” ist für Mayrhofer das Erfolgsrezept im Digitalmarketing. Sein Unternehmen verfügt über 15 Jahre Erfahrung – gemessen an der Geschwindigkeit, in der sich Technologien und digitales Konsumverhalten ändern, eine Ewigkeit. Der Branchenkenner hält nicht viel von der österreichischen „Schau ma mal”-Attitüde.

In Bezug auf sein Unternehmen heißt das, dass für dieses Jahr eine umfassende Roadmap erstellt wurde, die den Fokus auf die Bereiche Datengeschäft, Services und Produkte legt, jedoch Raum für spontane Entwicklungen lässt.
„Innovation, Service und Wachstum sind wesentliche Aspekte einer erfolgreichen Entwicklung”, meint Mayrhofer.
Das Geschäft werde immer kleinteiliger und betreuungs­intensiver und sei von sinkenden Margen geprägt. Zudem müsse man in teure Systeme investieren, um mit den großen Konkurrenten am Markt – die Rede ist von Google, Facebook &Co – mithalten zu können.

Vorteil: Unternehmensgröße

Mittelständischen Unternehmen schreibt man gegenüber Großkonzernen jedoch einen erheblichen Vorteil zu: So sollen diese flexibel auf Märkte reagieren und Wünsche schnell umsetzen können. „Man muss sich Nischen aktiv suchen, diese besetzen und agil auf Änderungen reagieren oder diese sogar antizipieren”, weiß Mayrhofer und meint: „Man kann die Struktur einer Firma so gestalten, dass man Veränderungen schnell umsetzt.”

Schulungen und Personal

Das sei einerseits durch Investitionen in Technik und andererseits durch Schulungen und neues Fachpersonal möglich.
Nur so könne man auf Trends und Wachstumsmärkte rasch und proaktiv reagieren und mit aktuellen Entwicklungen Schritt halten. Bestes Beispiel: Echtzeit-Marketing ist endgültig in Österreich angekommen und wird 2016 ein heißes Thema der Werbebranche werden.
Die twyn group hat dieses Potenzial früh erkannt und konnte sich in den letzten Jahren bereits als Real Time Advertising-Anbieter etablieren.
„Eine Prognose für fünf Jahre hätte ich mir noch zugetraut, eine für 15 nicht”, hält sich Mayrhofer hinsichtlich konkreter Ziele des digitalen Marketingspezialisten bedeckt.

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