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Start der Grillsaison: höchste Qualität und Vielfalt ist gefragt
Jutta Maucher 28.04.2015

Start der Grillsaison: höchste Qualität und Vielfalt ist gefragt

Trend Egal ob Grillausstatter oder Fleischlieferant: Für viele Unternehmen startet mit dem Frühjahr die wichtigste Umsatzphase

Grilliebhaber können aus einem ständig steigenden Angebot an Qualitätsfleisch und Qualitätswürstel wählen.

Wien. Fühlingszeit ist Grillzeit. Kreativität steht im Mittelpunkt ebenso wie vielfältige Zubereitungsmöglichkeiten. Immer mehr Konsumenten entdecken das Grillen für sich, und der Anspruch, wie Grillen zu funktionieren hat, steigt jährlich. Das mag einer der Gründe dafür sein, dass Weber Grill trotz der schlechten Wettersituation im Geschäftsjahr 2013/14 das Ergebnis im Fachhandel um 39% steigern konnte. Damit dies auch heuer so bleibt, setzt man auf ein vielfältiges, innovatives Zubehör, welches das Grillen noch leichter und abwechslungsreicher machen soll.

„Grillliebhaber legen immer mehr Wert auf gute Ausrüstung. Diesem Anspruch an Funktionalität, Design und einfacher Handhabung werden wir gerecht. Wir haben daher ein selektives Distributionssystem eingeführt, welches nach qualitativen Kriterien bevorzugt auf hohe Standards bei Service und Beratung setzt”, so Chris-tian Hubinger, Geschäftsführer Weber-Stephen Österreich. Aktuell stehen die Österreicher, zumindest im Ranking des Marktführers, auf Holzkohlegriller, die 65% der verkauften Griller ausmachen; danach kommen Gasgriller mit 24,68% und Elektrogriller mit 10,32%.

Bei der Kohle fängt es an

Es geht aber nicht nur um die Art des Grillers, sondern auch um die Temperatur. Während beim „Grillen” mit hoher Hitze (über 200°C) meist „portionierte Stücke” in kürzester Zeit gegart werden, spricht man bei Niedertemperatur (unter 180°C) vom „Barbecue”. „Durch rasche Hitzeeinwirkung sollten sich die Zellen auf dem Grillprodukt schließen, der Eigensaft im Fleischstück eingeschlossen werden und das Gericht zur Fertigspeise, langsam mit möglichst Niedrigtemperatur, schonend fertig gegart werden. Manchmal tropft durch Unachtsamkeit Fett in die Glut, blauer Rauch steigt auf, und so manches verkohlte Stück Fleisch lässt seine Herkunft nur noch erahnen. Richtiges Grillen ist fast schon eine Kunst und will deshalb gelernt sein”, sagt Johann Stabauer, Grillexperte der AMA, der in diesem Sinne weiter ausführt: „Der Österreicher liebstes Grillfleisch, das Kotelett, ist für die Zubereitung auf dem Rost eigentlich gar nicht geeignet und ich sag immer: Es gibt drei Dinge, die man nicht grillen kann: Nudelsuppe, Reis und Kotelett, denn die sind eigentlich zu mager, werden auf dem Rost trocken und ledrig und schmecken nur mit viel Ketchup.” Ausnahme: Das Kotelett ist mindestens zwei Finger dick. Und die Qualität darf nicht beim Fleisch enden: „Ich verstehe nicht, dass die Leute oft Unmengen für das Grillgut ausgeben, aber einen billigen Schund von Kohle dazukaufen und sich dann wundern, warum sich die Temperatur nicht halten lässt.”

US-Beef oder Maredo Steak

Obwohl sich Experten einig sind, dass aus gesundheitlichen Gründen zum Grillen stets Vitamin C, etwa in Form von Fruchtsäften oder Salaten, dazugehört, steht doch das Fleisch und das Würstel im Mittelpunkt. „Aktuell herrscht ein großer Run auf hochwertiges Qualitätsrindfleisch, speziell im Steakbereich”, beschreibt Andreas Schragl, Fleischverantwortlicher im Handelshaus Wedl, die Trends am Markt. Original US-Beef steht bei vielen Fleisch-­Liebhabern an obers-ter Stelle, aber auch das Iberico-Schwein, das sein ganzes Leben in der freien Natur verbringt, übt seinen Reiz auf Grillfreunde aus. Ein weiterer zeitloser Klassiker ist das Maredo-Steakfleisch aus Argentinien, Uruguay und Brasilien. „Gute Qualität macht nicht nur den Geschmack aus, sondern ist meist auch gesünder”, so Schragl. Rindfleisch entfaltet sein Aroma am besten, wenn es zwei bis drei Tage abgereift ist. Geflügel-­ und Schweinefleisch ist frisch zu verarbeiten. „Für diese Grillsaison setzen wir auf unser bewährtes, breites Produktspektrum – von Würstel bis zum Grillfleisch. Wir bemerken dabei eine verstärkte Nachfrage nach qualitativ hochwertigem Fleisch, wie etwa Lungenbraten”, so Schragl.

Klassiker noch immer top

Auch so mancher Produzent konzentriert sich auf die nun beginnende Grillzeit. „Diese hat für uns große Bedeutung, und wir können dank unserer Sortimentsvielfalt für jeden Geschmack etwas anbieten. Unser Kernthema des Jahres – die Radatz Käsekrainer – findet sehr großen Anklang und verhalf uns 2014 mit diesem ohnedies schon „großem” Artikel zu einer noch nie dagewesenen Beliebtheit und wir konnten einen zweistelligen Zuwachs verzeichnen”, sagt Geschäftsführer Franz Radatz. Und weiter: „Wir setzen heuer weiter voll auf unsere geliebte Käsekrainer, die wir in einigen spannenden Abwandlungen präsentieren werden wie etwa als Kren-Käsekrainer.” Radatz startet offiziell mit vielfältigen Promotions am 30. April mit der Grillsaison, dem Welttag der Käsekrainer.

Würstel aus der Region

Anders ist die Situation bei Berger Schinken. Das Unternehmen will durch Vielfalt punkten: Egal ob grillfertige Produkte oder „Fleisch pur”, alles das ist im LEH, im Großhandel sowie in den Eigenfilialen und Abholmärkten zu bekommen. Was dabei ganz wichtig ist: Die Produkte sollen aus der Region kommen und die haben dann Namen wie Wachauer Debreziner. „Wir sind stolz darauf, bei Verkostungen von Würstelprodukten hervorragend abzuschneiden und freuen uns über zahlreiche Auszeichnungen unseres Würstel-Sortiments”, so Berger-Verkaufsleiterin Gaby Kritsch. Besonders beliebt seien dabei die Grillvariationen, eine Mischung aus Rostbratwürstel, Käsekrainer, Chilikrainer und Kalbsbratwürs-tel. Dazu kommt heuer neu: Die aus 100% Rindfleisch bestehenden Rindfleisch-Griller in einer neun Stück-Packung sowie die Kalbsbratwürstel mit Mozzarella und Basilikum. „Aufgrund der kompakten Struktur eignen sich die Kalbsbratwürstel sowohl für die Pfanne, als auch für den Griller”, so Kritsch. Egal wie, die Produkte zubereitet werden, meint Kritsch: „Verzichten Sie darauf, Fleisch und Marinade zu salzen, denn Salz entzieht dem Fleisch Wasser und macht es damit zäh.” Aber letztlich ist Berger spezialisiert auf Wurst und Schinken, und daher sagt Geschäftsführer Rudolf Berger. „Wir bemerken, dass gerade mit zunehmenden Temperaturen kalte Gerichte bevorzugt werden. Daher erhöht sich im Sommer auch der Absatz der klassischen Extrawurst sowie der beliebten Knackwurst für diverse Sommersalate und saure Gerichte. Oft werden diese Gerichte auch im Rahmen einer ‚Grillage' verzehrt.”

Experimente mit Erfolg

Nochmal anders ist die Situation für Thomas Schmiedbauer, Geschäftsführer Wiesbauer: „Für uns ist Gott sei Dank das ganze Jahr Saison, und auf den Umsatz hat die Grillsaison nur sehr bedingt Auswirkungen. Natürlich wissen wir, dass sich bestimmte Produkte bei Schönwetter besser verkaufen. Hier gibt es in Absprache mit dem Handel mitunter auch Aktionen, beispielsweise mit unserem 4er-Grillsortiment.” Dazu kommen noch einige Klassiker, die sich bei Grillfreunden stets wiederfinden, wie Käsekrainer, Bratwurst oder der Edel Bacon Griller im Naturdarm mit echtem Emmentaler und geräuchertem Speck. „Neben diesen Klassikern bemerken wir etwa in unseren Bistros eine zunehmende Experimentierfreude bei unseren Kunden. Diesem Trend tragen wir mit unseren Fleischspezialitäten wie Kräuter-Rind, Kobe-beef oder Mangalica-Schwein Rechnung – mit Erfolg”, so der Geschäftsführer. Womit er wieder den Trend schlechthin erklärt: Qualität zählt.

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