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Wissenstransfer und Trends © Hofburg Vienna
© Hofburg Vienna

16.10.2015

Wissenstransfer und Trends

Die Hofburg Vienna rechnet 2016 mit einem vielversprechenden Kongressjahr. Der Schlüssel zum Erfolg: multimediale, integrierte Kommunikationserlebnisse.

••• Von Rudolf Grüner

WIEN. Anhaltende Schönwetterperiode über der Hofburg: „Das Performance-Hoch im Frühling und Sommer 2015 ist nahtlos in einen glänzenden Veranstaltungsherbst übergegangen”, wie Direktorin Alexandra Kaszay mit Blick auf den Konferenz- und Tagungskalender informiert. Und auch die weiteren Aussichten stimmen sie zuversichtlich: „Der Herbst ist wieder sehr gebucht; die kommende Ballsaison läuten wir mit unserem eigenen Höhepunkt – dem Hofburg Silvesterball – ein.” Auch 2016 stünden die Zeichen für alle Veranstaltungssegmente „sehr gut”, Kurs und Strategie zeigten Wirkung.

Ort der Zukunft

40 Konferenzen und Tagungen wurden allein bis September abgehalten, aktuell ist das internationale Veranstaltungszentrum mit Kongressen, Publikumsmessen und Gala-Events beschäftigt. „Vielfalt und Vielseitigkeit sind unsere Stärken. Im dualen Rahmen aus imperialer Baukunst und smarter, vor allem aber hochtechnisierter Veranstaltungsinfrastruktur lassen sich Auftritte ganz individuell inszenieren”, so Kaszay – aus ihrer Sicht ein „Zeugnis mehr, dass die Hofburg mit Tradition und Geschichte auch ein Ort der Zukunft ist”. Das visionäre Pioneers Festival, das zuletzt im Frühjahr mit einer frischen Start-up-Challenge seine Zelte in der Hofburg aufgeschlagen hat, sei hier ein ideales Beispiel. Ein Dacapo 2016 ist bereits fixiert. „Auch im kommenden Jahr sind die Verfechter neuer Zukunftstechnologien und modernen Entrepreneurships wieder bei uns zu Gast”, verrät die Direktorin.

Integrierte Kommunikation

Kaszay nennt zwei Hauptfaktoren, die Stammkunden, aber auch neue Zielgruppen, ansprechen: Einmal spiegle die Architektur kulturelle Identität wider und leiste einen wertvollen Beitrag, um Veranstaltungen beim Publikum zum ästhetischen Erlebnis werden zu lassen. „So wird in historischer Umgebung einmalige Geschichte erzählt – das unterscheidet uns ganz wesentlich von vielen Mitbewerbern.” Ein anderes Mal stünden neue Kommunikationsformen sowie Veranstaltungsformate im Fokus, die den Wissenstransfer beschleunigten und vereinfachten.

Mit modularen Set-ups und der multifunktionalen Bespielbarkeit der unterschiedlichen Raumvariationen schaffe die Hofburg hier größtmögliche Vielfalt, betont die Expertin. Zudem ließen sich weitblickend Raumwelten schaffen, die Teilnehmern ein integriertes Kommunikationserlebnis böten. „Hochwertige Produkte verlangen nach einem hochklassigen Ambiente. Bei uns kann und will man Inhalte wirkungsvoll inszenieren.”

Neue Bedürfnisstrategie

Laut Kaszay spiele zudem der auditive Erlebnischarakter eine immer entscheidendere Rolle. Am Veranstaltungsmarkt zähle die emotionale Ansprache. Daher müsse die Interaktion mit und zwischen den Teilnehmern gefördert werden, um einen Event nachhaltig in den Köpfen zu verankern. „Der Erfolg einer Veranstaltung hängt zunehmend davon ab, wie gut es gelingt, die Gäste vor Ort einzubinden – mit allen Sinnen. Wer die kommunikative ‚Wertschöpfungskette' stärkt, schafft die Voraussetzungen für dauerhafte Kundenbindung. Unsere neue Strategie fokussiert sich so noch mehr auf die Bedürfnisse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer”, sagt die Geschäftsführerin.

„Creating digital ideas”

Erste technische Features sind dazu bereits online. Um den ­Tagungserfolg weiter auszubauen, setzt die Hofburg unter dem Motto „Creating digital ideas” beispielsweise auf ein neues, interaktives Planungstool; dieses liefert neue Perspektiven für die Event-Inszenierung.

Der Vorteil: Im Testlauf kann der Kunde seine eigenen Raumgestaltungsideen digital durchdesignen und gegebenenfalls modifizieren – bevor diese in die Realität umgesetzt werden. Kaszay: „So haben auch wir unsere Eigenveranstaltung, den Hofburg Silvesterball, mit dem Set-up und der ganzen Vielfalt an Bühnentechnik bereits im Vorfeld visualisiert.”

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