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Das Internet im Rausch der Geschwindigkeit © panthermedia.net/stori
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15.01.2016

Das Internet im Rausch der Geschwindigkeit

Laut einer Analyse von Akamai Technologies steigen die Verbindungs­geschwindigkeiten im Web langsam, aber konstant.

••• Von Chris Haderer

WIEN. Akamai Technologies, ein Anbieter von Content-Delivery-Network (CDN)-Services, hat seinen State-of-the-Internet-Bericht für das dritte Quartal 2015 vorgestellt. Über die Akamai Intelligent Platform werden Daten gesammelt, die Einblick in relevante Statistiken zur weltweiten Internetnutzung geben. Der aktuelle Report enthält unter anderem Daten zu Verbindungsgeschwindigkeiten, Breitbandverbindungen, schwerwiegenden Internetstörungen, zum Status von IPv4-Verbindungen und der Einführung von IPv6.

Die weltweite durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeit stieg gegenüber dem zweiten Quartal 2015 leicht an (0,2%) und erreichte 5,1 Mbit/s; im Jahresvergleich bedeutet dies ein Wachstum von 14%. Südkorea belegte mit 20,5 Mbit/s den Spitzenplatz, gefolgt von Schweden (17,4 Mbit/s), Norwegen (16,4 Mbit/s) und der Schweiz (16,2 Mbit/s).
Alle europäischen Länder verzeichneten einen quartalsmäßigen Anstieg der durchschnittlichen Verbindungsgeschwindigkeit; zweistellige Zuwächse gab es in Norwegen (15%) und Großbritannien (10%).

Zweistellige Zuwächse

Nach einem Anstieg um 12% im zweiten Quartal 2015 sank die durchschnittliche Spitzengeschwindigkeit im dritten Quartal 2015 leicht um 0,9% auf 32,2 Mbit/s. Im Jahresvergleich jedoch war bei der durchschnittlichen Spitzengeschwindigkeit ein Zuwachs von 30% zu verzeichnen. Singapur blieb mit einem Wert von 135,4 Mbit/s an der Spitze; Platz eins und zwei in Europa belegten Rumänien (72,9 Mbit/s) und Schweden (69 Mbit/s).

Im dritten Quartal 2015 erreichten 13 europäische Länder eine durchschnittliche Spitzengeschwindigkeit von mindestens 50 Mbit/s: Rumänien, Schweden, die Niederlande, die Schweiz, Belgien, Finnland, Norwegen, Großbritannien, Ungarn, Spanien, Irland, Tschechien und Dänemark.
Im Vergleich zum Vorjahresquartal verzeichnete Spanien mit 48% den größten Anstieg, gefolgt von Norwegen (35%) und Frankreich (34%). Insgesamt 17 der 20 untersuchten europäischen Länder erzielten zweistellige Zuwächse.

Steigerung im D-A-CH-Raum

Deutschland erreichte im dritten Quartal 2015 eine durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeit von 11,5 Mbit/s: ein Plus von 32% gegenüber dem Vorjahresquartal. Damit konnte die Bundesrepu­blik im weltweiten Vergleich weiter Boden gut machen und gegenüber dem zweiten Quartal 2015 um zwei Plätze auf Position 22 vorrücken.

Der erste Rang in der D-A-CH-Region ging auch in diesem Quartal an die Schweiz, die in der EMEA-Region Platz drei und weltweit Platz vier belegte. Die Eidgenossenschaft erreichte eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 16,2 Mbit/s, was einem Jahresplus von 12% entspricht. In Österreich lag die durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeit im zweiten Quartal 2015 bei 11,4 Mbit/s; das bedeutet eine jährliche Zunahme von 9,2%. Weltweit lag Österreich damit auf Rang 23 und EMEA-weit auf Platz 13.

Durchschnittswerte

Bei den durchschnittlichen Spitzengeschwindigkeiten legten die Länder der D-A-CH-Region im Vergleich zum Vorjahr zu; das größte Plus verzeichnete dabei Deutschland mit 26% auf 49,2 Mbit/s. In der Schweiz gab es eine Steigerung um 15% auf 62,6 Mbit/s, und in Österreich wurde die Leistung um 9% auf 44 Mbit/s hochgetrieben.

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