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Mainframe-Strategien © IBM

Neue Server-Systeme sind in zwei unterschiedlichen Ausführungen erhältlich.

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Neue Server-Systeme sind in zwei unterschiedlichen Ausführungen erhältlich.

11.12.2015

Mainframe-Strategien

IBM hat sein Portfolio um zwei neue Lösungen erweitert, die auf Linux als Open-Source-Betriebssystem setzen und alle Geschäftsbereiche abdecken.

••• Von Chris Haderer

WIEN. Der Computerkonzern IBM hat kürzlich eine signifikante Erweiterung seiner Großrechner/Mainframe-Strategie bekannt ­gegeben. Dabei geht es um einen umfassenden Einsatz von Open-Source-basierten Technologien und die Kooperation mit Open-Source-Communities. Das Ziel: Linux-Großrechner-Kunden sollen mit hochsicheren Werkzeugen ausgestattet werden. In diesem Bereich können Mainframes zunehmend eine Basis für unternehmensweite ­Analytik und hybride Clouds werden.

Hohe Sicherheitsanforderungen

„Vor fünfzehn Jahren überraschte IBM die Branche mit dem Schritt, Linux auf dem Mainframe einzuführen”, sagt Tom Rosamilia, Senior Vice President IBM Systems. „Heute nützt mehr als ein Drittel der IBM-Großrechnerkunden Linux. Wir vertiefen unser Engagement mit der Open Source-Community und kombinieren das Beste aus der offenen Welt mit dem derzeit fortschrittlichsten Computersystem auf dem Markt. Damit helfen wir Kunden, neue Mobile- und Hybrid-Cloud-Workloads zu realisieren. Mit dieser erfolgreichen Kombination schieben wir die Grenzen der Möglichkeiten weiter hinaus – weit jenseits der Fähigkeiten von x86-Commodity-Systemen, die nicht für extrem hohe Sicherheits- und Leistungsanforderungen entwickelt wurden.”

IBM hat außerdem LinuxOne vorgestellt, ein neues Portfolio an Hardware, Software und Services. Damit stehen zwei neue, dedizierte Linux-Systeme für große und mittelständische Unternehmen zur Verfügung. LinuxOne Emperor („Kaiserpinguin”) basiert auf dem IBM z13-Großrechner und ist das derzeit technologisch am weitesten fortgeschrittene Linux-System. Außerdem verfügt es über den derzeit schnellsten Prozessor in der ­Branche.
Das System ist geeignet zur Analyse von Transaktionen in „Echtzeit” und kann dabei unterstützen, eventuelle Betrugsversuche über IT-Systeme direkt zu verhindern. Das System kann auf bis zu 8.000 virtuelle Maschinen oder Tausende von Containern skalieren – mehr als bei jedem anderen derzeitigen Linux-System.
Das kleinere System LinuxOne Rockhopper („Felsenpinguin”) ist gedacht für mittelgroße Kunden oder Einsatzbereiche in Schwellenländern, bei denen Geschwindigkeit, Sicherheit und Verfügbarkeit eines Großrechners verlangt werden, jedoch in einem kleineren Leistungspaket.
Die neuen LinuxOne-Systeme können als virtuelle Maschine durch den auf offenen Standards basierenden KVM-Hypervisor zur Verfügung gestellt werden. SUSE als einer der wichtigen Distributoren von Linux liefert dazu die Unterstützung von KVM für den Mainframe.

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