TECHNOLOGY
Preisgekrönte TU-Hacker © TU Wien

Das Hacker-Team der TU Wien im Einsatz: Ziel ist der Einbruch in einen fremden Server und der Schutz der eigenen Hardware.

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Das Hacker-Team der TU Wien im Einsatz: Ziel ist der Einbruch in einen fremden Server und der Schutz der eigenen Hardware.

Alfred unegg 08.05.2015

Preisgekrönte TU-Hacker

TU Wien In einem international ausgerichteten Hacking-Wettbewerb erzielte das We_OWn_YOu-Team den dritten Platz

Der Wettkampf dreht sich um die schnelle Suche und Behebung von IT-Schwachstellen im Internet.

Wien. Das Hacker-Team der TU Wien ist Weltklasse – das zeigte sich auch in diesem Jahr wieder bei einem internationalen Wettbewerb, der von der Universität von Santa Barbara (Kalifornien, USA) ausgerichtet wurde. 88 Hacker-Teams trafen im April aufeinander, das Team „We_OWn_YOu”, das sich aus Lehrenden und Studierenden der TU Wien zusammensetzt, konnte sich am Ende über den dritten Platz freuen. Den ersten Platz belegte das „Bushwhackers CTF Team” aus Russland, der zweite Platz ging an das „!SpamAndHex” Team aus Ungarn.

Mehr als Spielereien

„Beim Capture-the-Flag-Contest geht es darum, in die Server der anderen Teams einzubrechen, und gleichzeitig den eigenen Server gegen die Angriffe der anderen zu schützen”, sagt Markus Kammerstetter, Leiter des iSecLab Security-Labs (Automation Systems Group am Institut für Rechnergestützte Automation) der TU Wien. Alle Teams bekamen gleichzeitig ihre Server zugewiesen und mussten sich sofort auf die Suche nach Sicherheits-Schwachstellen machen, die es am eigenen Server zu schließen und im Angriff auf fremde Server auszunutzen galt. „Solche Wettbewerbe sind keine bloße Spielerei, sie sind für die Besten unserer rund 400 Studierenden pro Jahr eine großartige Chance, das Wissen aus den ‚Internet Security' und ‚Advanced Internet Security' Lehrveranstaltungen praktisch umzusetzen”, sagt Kammerstetter. „Wenn es um Fragen der Computersicherheit geht, muss man viel wissen; man muss in schwierigen Situationen den Überblick behalten und manchmal muss man richtig schnell sein. All das kann man bei einem solchen Wettbewerb unter Beweis stellen.”
Der dritte Platz war nicht der erste Erfolg des Teams, die TU Wien gehört beim iCTF-Contest schon zum Favoritenkreis: Sieben Mal hat die TU Wien seit 2005 bei dem großen internationalen Wettbewerb teilgenommen, immer lag man unter den besten Fünf, zwei Mal (2006 und 2011) konnte man den Wettbewerb sogar gewinnen. In 2012 erspielte sich das Team dadurch die Qualifikation und damit die Teilnahme beim DefCon CTF Contest in Las Vegas, dem als weltweit am schwierigsten geltenden Hacker Contest. „Für den Sieg braucht man natürlich immer auch eine große Portion Glück”, sagt Kammerstetter. „Wir freuen uns, dass es uns wieder gelungen ist, ganz vorn mit dabei zu sein.”

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