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Solide „Office”-Alternative für kleine Unternehmen © SoftMaker

Das Softmaker-Pendant zur Textverarbeitung Word von Microsoft: Die Bedienung des TextMaker ist ähnlich, auch MS-Dateien können verarbeitet werden.

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Das Softmaker-Pendant zur Textverarbeitung Word von Microsoft: Die Bedienung des TextMaker ist ähnlich, auch MS-Dateien können verarbeitet werden.

CHRIS HADERER 12.06.2015

Solide „Office”-Alternative für kleine Unternehmen

Test Die Bürosuite SoftMaker Office 2016 glänzt durch Microsoft-Kompatibilität und gutes Preis-Leistungsverhältnis

Das Paket überzeugt durch einfache Bedienung und eine gute Ausstattung mit nützlichen Features.

Wien. Der Softwarekonzern Microsoft dominiert den PC-Markt nicht nur mit seiner Windows-Plattform, sondern auch mit seiner Office-Lösung (aktuell in der Cloud-Version Office 365). Alternativen zu Microsoft Office sind eher selten: Von der Corel-Lösung „WordPerfect” ist seit dem Jahr 2008 keine deutsche Version mehr erschienen, und auch IBM hat seine SmartSuite schon vor Jahren vom Markt genommen. Vereinzelt findet man noch Lotus Notes – beherrscht wird die Landschaft allerdings von den Redmondern, die kürzlich auch Versionen für Android und iOS vorgestellt haben. Der Markt bietet mit OpenOffice zwar eine kostenlose Alternative, die sich allerdings nicht flächendeckend durchsetzen konnte. Eine Alternative zu Microsoft gibt es aber trotzdem, nämlich das SoftMaker Office 2016-Paket der deutschen SoftMaker GmbH, das in der erweiterten Professional-Version (99,95 €) zusätzlich den Duden Korrektor für Rechtschreib- und Grammatikprüfung und Wörterbücher von Duden und Langenscheidt enthält.

Einzelne Module

SoftMaker Office Standard 2016 (69,95 €) enthält das Textverarbeitungsprogramm TextMaker, die Tabellenkalkulation PlanMaker, das Präsentationsprogramm Presentations und ein von SoftMaker erweitertes und an die übrigen Programme angepasstes Thunderbird als E-Mail-Client sowie einen Terminmanager. Wer keine Cloud-Funktionalität benötigt und auch sonst nur einen Bruchteil der Features nützt, die der Office-Gigant von Microsoft mitbringt, hat mit der SoftMaker-Lösung eine überlegenswerte Alternative zur Hand.
Die Software bietet praktisch alle gängigen Features, die in den Microsoft-Produkten Word, Excel und PowerPoint enthalten sind – und auch eine ähnliche Bedieneroberfläche haben. Wer bereits mit Office 365 (oder einer anderen Version gearbeitet hat), wird sich in SoftMaker Office 2016 sehr schnell zurechtfinden und auch kaum oder keine Funktionen vermissen. Lediglich die Verwendung des kos-tenlosen Thunderbird-Clients (der aus der Mozilla-Werkstatt stammt, aus der auch der Firefox-Browser kommt) zeigt (trotz Funktionserweiterungen) die Grenzen auf: Mit Outlook (in der Windows-Version) von Microsoft kann Thunderbird in mancher Hinsicht nicht mithalten. Das betrifft nicht zuletzt Filter-Funktionen sowie die Anbindung an Exchange-Umgebungen. Wer Letzteres aber nicht braucht, sondern nur ein solides Werkzeug für die Arbeit am PC-Desktop sucht, sollte die SoftMaker-Lösung allerdings genauer betrachten. Sie ist außerdem datenkompatibel zu den Microsoft-Produkten (Dateien können sowohl gelesen als auch in MS-Formaten geschrieben werden). Angeboten wird die Bürosuite von SoftMaker derzeit (in Varianten) für die Betriebssysteme Windows, Linux, Android, Windows Mobile und Windows CE. SoftMaker bietet außerdem auch professionelle Schriftensammlungen an.
Das Fazit lautet daher: mit SoftMaker Office 2016 steht tatsächlich eine interessante Alternative zum Office-Paket von Microsoft zur Verfügung (wenn man komplexe Einbindungen in Unternehmensnetze weglässt). Interessant ist die Software damit vor allem für EPUs, kleine Unternehmen und auch für Freiberufler und Privatpersonen. Und die einfache Bedienung spricht ebenfalls für das Produkt.

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