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Streaming-Stick ersetzt konventionelle TV-Geräte © Chris Haderer (3)

Das Hauptmenü des Amazon Fire TV Stick: In einer mediacenterähnlichen ­Oberfläche kann zwischen Amazon Prime und diversen Apps gewählt werden.

© Chris Haderer (3)

Das Hauptmenü des Amazon Fire TV Stick: In einer mediacenterähnlichen ­Oberfläche kann zwischen Amazon Prime und diversen Apps gewählt werden.

CHRIS HADERER 29.05.2015

Streaming-Stick ersetzt konventionelle TV-Geräte

Test Der Amazon Fire TV Stick zaubert preiswert Streaming-Inhalte aus dem Netz auf jeden Monitor mit HDMI-Eingang

Neben der Amazon Prime-Videothek können per App auch andere Content-Anbieter gewählt werden.

Wien. Die Fernsehlandschaft steht vor dramatischen Veränderungen – ein Grund dafür sind neue Streaming-Angebote wie etwa Netflix oder Amazon Prime. Vor Kurzem hat Amazon nun den Chromcast-Konkurrenten Amazon Fire TV Stick in Deutschland und Österreich auf den Markt gebracht (39 €): ein kleines Gerät, das mit dem HDMI-Eingang eines TV-Geräts oder Monitors verbunden wird und Streaming-Inhalte auf den Bildschirm zaubert. Ein eigener Computer ist dabei nicht notwendig: Der Stick verbindet sich via WLAN mit dem Internet, wobei für die Wiedergabe nicht nur die Hausvideothek Amazon Prime zur Verfügung steht. Da es sich bei dem Stick um einen Mini-Rechner mit Android-Betriebssystem handelt, der von einer Dual-Core-CPU angetrieben wird, können auch andere Streaming-Dienste via App angesprochen werden (beispielsweise Netflix oder die ZDF-Videothek). Er ist mit einem Flash-Speicher von 8 Gigabyte ausgestattet, der zum Laden von Apps gedacht ist. Die Apps werden direkt über die Bedieneroberfläche des Sticks geladen, wobei die Steuerung der Funktionen über eine mitgelieferte Fernbedienung erfolgt. Alternativ sind auch Remote-Apps für Smartphones verfügbar, mit denen auf Inhalte zugegriffen werden kann. Texteingaben (wie beispielsweise das Passwort für die WLAN-Verbindung oder das Amazon-Login) erfolgen dabei über eine Bildschirmtastatur. Prinzipiell kann man mit dem Stick jede für Android geschriebene App ausführen – in der Praxis wird allerdings mit Apps gearbeitet, die bedienerseitig für das Gerät optimiert wurden. Amazon bietet vom Start weg eine Reihe von Apps, wie etwa die Mediatheken von ARD, ZDF, arte, sport1 oder laola (die ORF TvThek ist im Moment noch nicht verfügbar). Auch Spiele können mit dem Stick wiedergegeben werden – die Steuerung erfolgt dann mittels Fernbedienung oder einem zusätzlich ins System integrierbaren Game-Controller.

Die Stromversorgung erfolgt über ein mitgeliefertes Netzteil. Alternativ kann das Gerät auch über die USB-Schnittstelle des TV-Geräts mit Strom versorgt werden, was den Vorteil hat, dass beim Abschalten des TV-Geräts auch der Stick stillgelegt wird und nicht im Standby-Modus auf seinen nächs-ten Einsatz wartet.

Problemloser Betrieb

Im Test ließ der Amazon Fire TV Stick keine Wünsche offen: Bei der ersten Inbetriebnahme wird man durch ein Menü geführt, das die Grundparameter (Netzwerk, Land, etc.) einstellt. Nach einem kurzen Einführungsvideo gelangt man zur Hauptseite, wo zwischen Filmen, Apps, Fotos und Musik gewählt werden kann. Die Bedienung erfolgt mediacenterähnlich und funktioniert auch mit der spartanischen Fernbedienung (sechs Tasten, ein Navigationsring) sehr gut. Wer Streamingdienste vom PC entkoppeln will oder kein internetfähiges TV-Gerät besitzt, wird mit dieser Lösung zufrieden sein.

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