TECHNOLOGY
Teure Cyberangriffe auf Unternehmens-IT
24.04.2015

Teure Cyberangriffe auf Unternehmens-IT

Studie Laut einer aktuellen Studie betragen die durchschnittlichen Kosten einer Cyber-Attacke mehr als 371.000 €

Wien. Cybercrime kann sich für betroffene Unternehmen zu einer kostspieligen Angelegenheit entwickeln. Abgesehen vom Imageverlust bei an die Öffentlichkeit gelangten Datendiebstählen gibt es eine Reihe von Kenngrößen, die das Budget eines Unternehmens belas-ten können. Dieser Ansicht ist zumindest die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, die in ihrer Studie „e-Crime 2015” festhält, dass in den letzten zwei Jahren 40 Prozent der deutschen Unternehmen von Computerkriminalität betroffen waren. In der Studie betrachtet die Mehrheit der Unternehmen außerdem das Risiko als recht hoch, selbst Opfer einer Cyberattacke zu werden. Laut der KPMG-Studie beträgt die durchschnittliche Gesamtsumme über alle erfassten Kategorien hinweg etwa 371.000 € (siehe Infografik). Besonders teuer ist die Verletzung von Geschäfts- und Betriebsgeheimnissen sowie die Verletzung von Urheberrechten: diese können durchaus mit um die 600.000 € zu Buche schlagen.

Unternehmen stehen immer mehr im Fadenkreuz von Cyberkriminellen. Die Experten des Sicherheits-Lösungsanbieters Kaspersky Lab konnten in den vergangenen zwölf Monaten sieben APT-Kampagnen aufdecken, also komplexe, andauernde und zielgerichtete Cyberattacken, bei denen weltweit mehr als 4.400 Ziele aus dem Unternehmensbereich in mindestens 55 Ländern betroffen waren. Das entspricht einer Steigerungsrate um 140 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Neben APTs (Advanced Persistent Threats) drückten Betrugskampagnen dem Security-Jahr 2014 ihren Stempel auf, bei denen zum Teil Millionenbeträge verloren gingen. „Zielgerichtete Operationen können für die Opfer desaströse Folgen haben – zum Beispiel den Abfluss sensibler Informationen wie geistigem Eigentum, die Störung von Geschäftsprozessen oder das Löschen von Daten. Es gibt unzählige Beispiele, die alle mit demselben Resultat enden: Einfluss, Reputation und Geld gehen verloren”, sagt Alex Gostev, Chief Security Expert des Global Research and Analysis Team bei Kaspersky Lab. red)

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