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Unternehmen werten ihre Datenarchive zu wenig aus © panthermedia.net/dearza

Unternehmen können durch die Monetarisierung ihrer Archive Umsätze lukrieren.

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Unternehmen können durch die Monetarisierung ihrer Archive Umsätze lukrieren.

Christoph fellmer 03.07.2015

Unternehmen werten ihre Datenarchive zu wenig aus

Iron Mountain Unternehmen lukrieren bis zu neun Millionen € Umsatzzuwachs durch rationalisierte IT-Prozessabläufe

Die Monetarisierung von Archiven kann Unternehmen zu einem soliden Umsatzwachstum verhelfen.

Wien. Big Data ist zum geflügelten Wort in der IT-Branche geworden, deren Auswertung den Unternehmen neue Umsatzgründe erschließen soll. Was auf der einen Seite als Erfolgsfaktor für die Zukunft angesehen wird, stellt viele Unternehmen allerdings vor massive Probleme. Laut der vom Beratungs- und Marktforschungsunternehmen IDC im Auftrag des IT-Anbieters Iron Mountan durchgeführten Studie „Durchblick im Datendschungel: die Wiederentdeckung des Datenarchivs” sind nämlich Unternehmen aller Größen und aller Branchen kaum dazu in der Lage, Data Mining in ihren Datenarchiven zu betreiben, um wichtige Erkenntnisse zu gewinnen. Tatsächlich nutzt nur ein kleiner Teil der Unternehmen seine Datenarchive, was sich pro Firma zu einem Umsatzplus von neun Mio. € aufgrund rationalisierter Abläufe in der IT und im Kundenservice summieren kann.

Definierte Prozesse

„Bei der Datenarchivierung geht es nicht mehr nur um die Erfüllung gesetzlicher Anforderungen und Regeltreue”, kommentiert Eileen Sweeney, Senior Vice President und General Manager, Data Management, Iron Mountain: „Die Studie zeigt, dass sich echte finanzielle Vorteile durch die Implementierung einer effektiven Datenarchivierungsstrategie ergeben könnten. Um einen echten Nutzen aus Geschäftsinformationen zu gewinnen, müssen Unternehmen zunächst einen kritischen Blick auf ihr Daten-Management-Programm werfen. Sogar für Unternehmen mit weit fortgeschrittenen Datenarchivierungsprozessen bieten sich Kosteneinsparungen und zusätzliche Einnahmequellen.”
Die IDC-Studie zeigt, dass Unternehmen, die über einen ausreichend definierten Datenarchivierungsprozess verfügen, über zwei verschiedene Wege Wertschöpfung betreiben können: erstens durch Kosteneinsparungen und zweitens durch Mehrerlöse bei der Monetarisierung von Archiven. Auf der Sparseite hat mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen in der Vergangenheit 0,8 Mio. € oder mehr durch Risikominimierung und Vermeidung von Rechtsstreitigkeiten einsparen können – die obersten 21 Prozent der befragten Unternehmen berichten sogar von Einsparungen in Höhe von neun Mio. €. Auf ähnliche Weise gewannen 44 Prozent der Unternehmen 0,8 Mio. € oder mehr durch Rationalisierungen im Bereich Betriebs- oder Kapitalkosten. Auch hier berichteten die obersten 18 Prozent von Einsparungen in Höhe von neun Mio. €.

Archiv-Monetarisierung

Interessanter ist jedoch die Fähigkeit eines Unternehmens, neuen Umsatz aus einem effektiv verwalteten Datenarchiv zu generieren. Während 39 Prozent der befragten Firmen von zusätzlichen 0,8 Mio. € oder mehr profitierten, erreichten die Top-15-Unternehmen mehr als 9 Mio. €. Im Durchschnitt ergab sich für die befragten Unternehmen ein Plus von 6,7 Mio. € an Zusatzeinnahmen aus ihrem Datenarchiv. „Es besteht eine echte Diskrepanz zwischen der Wertschöpfung, von der Unternehmen glauben, sie aus einem Archiv zu ziehen, und potenziellen Einnahmen, die sie durch einfache, effektive Verwaltung ihrer Daten gewinnen können”, sagt Sean Pike, Program Director, eDiscovery und Information Governance Research, IDC: „Unternehmen könnten jedoch eine Umsatzsteigerung sowie Kosteneinsparungen erzielen, wenn sie sich näher mit ihren Archiven befassen. In der heutigen, von Informationen bestimmten Wirtschaft, in der Erfolg und Misserfolg schlussendlich davon abhängen, wie effektiv Unternehmen ihre Daten verwalten und wie schnell sie auf Basis dieser handeln, ist dies besonders kritisch.”

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